Ingenico und Worldline: Mit 7,8 Milliarden zum europäischen Marktführer für Payment

Worldline übernimmt seinen Konkurrenten Ingenico, um gemessen am Umsatz den weltweit viertgrößten Zahlungsdienstleister zu schaffen. Das gaben die beiden französischen Konkurrenten von Wirecard am 3. Februar 2020 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Bei der Übernahme wird Ingenico mit 7,8 Milliarden Euro bewertet.
Nach Angaben von Worldline würde das kombinierte Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 5,3 Milliarden Euro erwirtschaften. Marktführer in der Branche ist Fiserv, das im vergangenen Jahr die Übernahme von First Data für 22 Milliarden US-Dollar vereinbart hatte.
Die Verwaltungsräte von Worldline und der Ingenico Group haben die Vereinbarung einstimmig genehmigt, erklärten die Unternehmen. Demnach wird Worldline ein Übernahmeangebot für alle Ingenico-Aktien zum letzten Schlusskurs unterbreiten. Sieben Ingenico-Aktien werden gegen 11 Worldline-Aktien plus 160,50 Euro getauscht. Das Gemeinschaftsunternehmen wird zusammen 20.000 Beschäftigte haben. Worldline-Chef Gilles Grapinet wird das kombinierte Unternehmen führen. Der Verwaltungsratschef von Ingenico, Bernard Bourigeaud, wird nach Abschluss der Übernahme weiter den Verwaltungsrat führen.
Worldline hat seinen Sitz außerhalb von Paris und ist ein Anbieter von Zahlungsabwicklungsdiensten in den Bereichen Einzelhandel, Finanzdienstleistungen, Telekommunikation und Transport. Es bietet Zahlungsterminals und -tools, mit denen Händler ihren Kunden digitales Bezahlen von Waren im Geschäft und online sowie das Inkasso und digitales Banking ermöglichen.
Die deutsche Sparkassen-Gruppe betreibt mit Ingenico das Gemeinschaftsunternehmen Payone(öffnet im neuen Fenster) für Zahlungsabwicklung des Warenkorbs beim Onlineshopping. "Die Komponenten von Worldline werden der Payone helfen, ihre Ziele zum Vorteil der Händler und Institute schneller zu erreichen" , erklärte der Chef des Deutschen Sparkassenverlags, Michael Stollarz, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) .



