ING senkt Freibeträge: Negativzinsen in Kürze schon ab 50.000 Euro Einlage

Die Direktbank ING verschärft ihre Regelungen für Negativzinsen. Neu- und Bestandskunden bezahlen bald schon ab 50.000 Euro Guthaben Strafgebühren.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Der Blick auf den Kontostand sorgt bei sparfreudigen ING-Kunden künftig wohl weniger für Freude.
Der Blick auf den Kontostand sorgt bei sparfreudigen ING-Kunden künftig wohl weniger für Freude. (Bild: ING)

Die Frankfurter Direktbank ING schließt sich dem aktuellen Branchentrend an und senkt die Freibetragsgrenze für Spareinlagen. Haben Kunden mehr als 50.000 Euro auf ihrem Giro- oder Tagesgeldkonto, fällt ab dem 1. November 2021 ein Verwahrentgelt in Höhe von 0,5 Prozent an. Das berichtet die Wirtschaftswoche. Die Regelung gilt demnach pauschal für alle Konten, die ab dem 6. Juli 2021 eröffnet wurden.

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Doch auch Bestandskunden sind betroffen. Ab Juli schreibt die ING laut Bericht alle Kunden an, die mehr als 50.000 Euro auf einem ihrer Konten horten. Per Post will das Unternehmen die Empfänger darum bitten, der Einführung des Negativzinses zuzustimmen. Kunden haben dann die Möglichkeit, zu widersprechen und ihr Konto zu kündigen.

Die ING sei jedoch zuversichtlich, dass das nicht passieren werde und sie sich im Dialog mit ihren Kunden einigen könne. Aktuell erfüllen rund 750.000 von insgesamt circa neun Millionen Bestandskunden die Voraussetzungen für die Zahlung des Verwahrentgelts.

Ursprüngliche Freibetragsgrenze wird halbiert

Bislang erhob die ING den Negativzins bei Neukunden erst ab einer Einlage von 100.000 Euro, während Bestandskunden von der Regelung vollständig verschont blieben. Da die Einlagen in jüngerer Vergangenheit laut ING jedoch weiter gestiegen seien und sie die Kosten nicht mehr durch die Einnahmen anderer Finanzprodukte decken könne, habe sich die Bank dazu entschlossen, die Kundschaft nun doch stärker zur Kasse zu bitten.

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Grund für das Verwahrentgelt, das immer mehr Banken erheben, ist der anhaltende Negativzins der Europäischen Zentalbank. Geschäftsbanken zahlen für dort eingelagertes Geld 0,5 Prozent Zinsen, die sie nun immer häufiger an ihre Kundschaft weiterreichen.

Dass nun auch die ING dieser Entwicklung folgt, ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil die Bank über Jahre hinweg als eines der letzten Geldhäuser mit vergleichsweise hohen Sparzinsen für sich warb. Entsprechend schwer dürfte Kunden der Kurswechsel zu vermitteln sein.

ETF-Sparplan statt Tagesgeld

Wie viele andere Banken auch, setzt die ING seit einigen Monaten darauf, ihre Kunden verstärkt zur Geldanlange etwa in Wertpapiere zu ermuntern. Seit April 2021 bietet die Bank etwa gebührenfreie ETF-Sparpläne an.

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gdh 02. Jul 2021

Absolut. Das ist auch meine Beobachtung. Immobilien in D kann man vergessen. CH dreht...

amk 01. Jul 2021

Nein, versetz Dich mal in die Lage. Die private Vorsorge ist ja kein Selbstzweck...

amk 01. Jul 2021

Naja, die Freibeträge sind derzeit rapide im Sinkflug, manche Banken sind längst bei 0...

Kleba 30. Jun 2021

Ich bzw. meine Frau und ich sind aktuell auch in so einer Situation. Wir haben vor...



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