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Infrastrukturabgabe: Kleinere deutsche Kabelnetzbetreiber wollen Geld von Netflix

Für jeden Kunden möchten die kleineren Kabelnetzbetreiber einen Euro von Netflix bekommen. Der Fachverband Rundfunk- und Breitbandkommunikation (FRK) will nicht länger nur durchleiten.

Artikel veröffentlicht am ,
FRK-Kongress in Leipzig
FRK-Kongress in Leipzig (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Der mittelständische Fachverband Rundfunk- und Breitbandkommunikation will von Netflix eine Gebühr für jeden Kunden haben. Das sagte der FRK-Chef Heinz-Peter Labonte am 17. Oktober 2017 in Leipzig auf dem Breitbandkongress des Verbandes. "Wir sind nicht gegen die Netzneutralität. Aber wir wollen für jeden Nutzer, der an Netflix zahlt, einen Euro haben."

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Es sei nicht einzusehen, dass Netflix an die großen Kabelnetzbetreiber für eine Einspeisung zahlt, nicht aber an die Mitglieder des FRK, erklärte Labonte. Das solle nicht zu Lasten der Netflix-Kunden gehen, zahlen solle der US-Konzern. Es solle eine Infrastrukturabgabe geben.

Größere Mitglieder im FRK sind die Lausitzer Mediengruppe und RFT Brandenburg, aber auch kleine Betreiber mit einigen hundert versorgten Wohneinheiten gehören dazu. Erst kürzlich würde auch der drittgrößte Kabelnetzbetreiber, Tele Columbus, Mitglied im FRK.

Wegen der Netzneutralität haben die Kabelnetzbetreiber jedoch keine Möglichkeit, Netflix zu blockieren, wenn Zahlungen verweigert werden.

Eine Einspeisegebühr an deutsche Kabelnetzbetreiber für Netflix gibt es nicht. Die Unitymedia-Konzernmutter Liberty Global hatte vor einem Jahr mit Netflix eine Partnerschaft geschlossen. Netflix bezahlt Liberty Global, um seine App auf die Set-Top-Boxen des Kabelnetzbetreibers zu bringen. Liberty Global hat die Partnerschaft in 30 Staaten geschlossen. "Wir teilen uns den Umsatz mit Netflix, damit die auf unsere Set-Top-Box kommen", sagte Bob Greene, Managing Director Business Development bei Liberty Global vor einem Jahr. Die Netflix-Inhalte werden in der Suche von Liberty angezeigt. Die Partnerschaft wurde auch in Deutschland umgesetzt.

Offenlegung: Golem.de ist auf Einladung des FRK in Leipzig. Die Reisekosten wurden vom FRK übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.



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Der Held vom... 22. Okt 2017

Und in hier geht es um die kleineren deutschen Kabelnetzbetreiber, von denen viele schon...

Der Held vom... 18. Okt 2017

Grundsätzlich hast Du hast natürlich recht, die Preise werden steigen um die steigenden...

Der Held vom... 18. Okt 2017

Warum nicht? Heute bezahlt man für eine DSL- oder Kabel-Flatrate weniger als damals für...

Dwalinn 18. Okt 2017

Da ich in diesem thread schreibe wird er wieder an die Spitze gepusht.... dafür sollte...

redmord 18. Okt 2017

Faktisch bedeutet dies eine Teuerungsgarantie für alle Kunden, da der Traffic-Hunger...


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