Infrastruktur: EU fasst Plan zur Beschleunigung des Stromnetzausbaus
Der Aktionsplan der EU(öffnet im neuen Fenster) sieht gezielte Maßnahmen vor, um die Stromnetz-Infrastruktur für eine stärkere Integration erneuerbarer Energien aufzubauen und die Ziele des europäischen Green Deal zu erreichen.
Auf einer Pressekonferenz sagte Energiekommissar Kadri Simson: "Europa kann seine Energiesicherheit nur dann gewährleisten und seine Klimaziele erreichen, wenn wir unsere Strominfrastruktur ausbauen und weiterentwickeln. Die Netze müssen den Übergang zu einer sauberen Energieversorgung ermöglichen und dürfen nicht zum Engpass werden. Nur so können wir die riesigen Mengen an erneuerbaren Energien, Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen und Elektrolyseuren integrieren, die für die Dekarbonisierung unserer Wirtschaft benötigt werden."
Die Kommission schätzt, dass in den nächsten zehn Jahren 584 Milliarden Euro investiert werden müssen, um die Stromverteilungsinfrastruktur in der EU zu verbessern. Dazu gehört auch die Anpassung an die Einspeisung von Strom von Millionen von Photovoltaik- und Offshore-Windkraftanlagen, Elektrofahrzeugen und den wachsenden Bedarf an die Produktion von Wasserstoff. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbesserung der grenzüberschreitenden Übertragungsverbindungen, um den Energiebinnenmarkt der EU zu stärken.
Weg mit Genehmigungs- und Finanzierungshindernissen
Der neue Aktionsplan konzentriert sich folglich auf die Beschleunigung des Ausbaus durch die Beseitigung von Genehmigungs- und Finanzierungshindernissen. Er zielt auch darauf ab, die langfristige Planung und die Anreize zu verbessern, um die bestehenden Netzkapazitäten in den Mitgliedstaaten besser zu nutzen.
Der EU-Plan für Stromnetze folgt auf das erste Forum für Stromnetze im September 2023, an dem Übertragungsnetzbetreiber und Vertreter der Kommission teilnahmen.
Der Plan zielt darauf ab, Lücken in der Finanzierung, der Planung und dem Ausbau der Infrastruktur zu schließen, um bis 2030 einen Anteil von 45 Prozent erneuerbarer Energien zu erreichen. Dieses Ziel wurde im Rahmen der REPowerEU-Strategie vereinbart, um die Abhängigkeit von Importen russischer fossiler Brennstoffe zu beenden.
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