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Infotainmentsystem: Porsche soll Integration von Google planen

Porsche denkt darüber nach, Google stärker in seine Autos zu integrieren. Bisher hatte sich Porsche gegen eine weitgehende Zusammenarbeit gesträubt.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Taycan-Cockpit (Bild: Porsche)

Porsche plant offenbar eine vertiefte Zusammenarbeit mit Google. Wie Reuters berichtet, denkt der Sportwagenbauer darüber nach, sein Infotainmentsystem komplett über Google laufen zu lassen. Bisher waren derartige Überlegungen tabu, weil Porsche einen Verlust der Kontrolle über die Daten befürchtete.

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Die Vereinbarung würde Porsche-Kunden den Zugang zu Google-Anwendungen wie Google Maps und Google Assistant ermöglichen, schreibt Reuters, ohne dass das Fahrzeug mit einem Android-Smartphone verbunden werden muss.

Cariad arbeitet dem Bericht nach bereits an einer konzernweiten Lösung, aus der sich die einzelnen Marken dann bedienen könnten. Nicht denkbar sei aber eine volle Integration von Google bei den Volumenmarken von Volkswagen, berichtet das Handelsblatt und bezieht sich dabei auf Insideraussagen. Warum das so ist, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Das Manager-Magazin berichtet (Paywall) hingegen, dass auch andere Konzernmarken den Porsche-Kurs verfolgen könnten, wenn er erfolgreich verläuft.

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Zwei verschiedene Android-Versionen fürs Auto

Neben Android Auto, mit dem sich Inhalte von Android-Smartphones auf die Autodisplays spielen lassen, gibt es seit 2017 auch ein weitergehendes Betriebssystem für Fahrzeuge unter dem Namen Android Automotive. Hier sind auch Steuerungen von Klima, Anzeigen für den Fahrer und Zugriff auf Fahrzeugdaten beispielsweise für die rechtzeitige Suche nach Tankstellen oder Ladestationen vorhanden.

An der Weiterentwicklung von Android Automotive haben sich Volvo und Polestar beteiligt und waren auch die ersten, die eine Integration verkündeten. Ob Porsche nun Android Automotive oder Android Auto integrieren will, geht aus den Berichten nicht klar hervor.