Infoscreen: Google will in Deutschland Außenwerbung machen

Google plant, sein Doubleclick-Werbenetzwerk auf digitale Außenwerbung in Deutschland zu erweitern. Das berichtet die Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Branchenkreise. Demnach gibt es deutschlandweit mehr als 110.000 dieser Bildschirme auf Bahnhöfen, an Straßenkreuzungen und in Einkaufszentren. Diese heißen bei Ströer Infoscreen, Roadside Screen oder Station Video und spielen Nachrichten, Informationen und Werbung aus.
Der US-Konzern sucht dem Bericht zufolge derzeit in Deutschland nach Partnern in dem Bereich Digital Signage, die bereits digitale Werbebildschirme betreiben. Google will bei der Vermarktung auch seine Nutzerdaten einbeziehen.
Google wollte sich auf Anfrage der Wirtschaftswoche nicht dazu äußern.
Ende April hatte ein Google-Manager vor Vertretern von Agenturen und Medienunternehmen eine Technologie vorgestellt, mit deren Hilfe Chrome Enterprise für die Vermarktung von Außenwerbung genutzt werden kann. Neben Deutschland plant Google den Einsatz dieser Software wohl auch in den USA und in Großbritannien.
Laut einer älteren Studie von Goldmedia(öffnet im neuen Fenster) aus dem Jahr 2009 war Großbritannien bei der Entwicklung von Digital Signage-Projekten in Europa führend. Die großen digitalen Installationen von CBS Outdoor in der Londoner U-Bahn oder im Einkaufszentrum Westfield zeugten ebenso davon wie die Displays von JC Decaux im neuen Terminal T5 am Flughafen Heathrow oder Clear Channels große LED-Screens an zentralen und stark frequentierten Plätzen in Londons City. Goldmedia Consultant Marcel Piopiunik erklärte: "Die Vernetzung digitaler Displays ermöglicht dynamische und flexible Kampagnen ganz neuen Stils. Werbebotschaften sind schnell aktualisiert und können tageszeitabhängig, ortsspezifisch und zielgruppengerecht eingesetzt werden." Nötig sei der weitere Ausbau flächendeckender Digital-Signage-Netzwerke.



