Abo
  • Services:

Informationszentrum Mobilfunk: LTE führt zu Anstieg der Mobilfunkimmissionen

LTE führt gemeinsam mit GSM und UMTS zu einem Anstieg der Mobilfunkimmissionen, so eine Studie des IMST. Doch die Feldstärke-Grenzwerte würden nicht ausgeschöpft. Das IMST wurde bereits wegen "zweifelhafter industrienaher Messstrategie" kritisiert und die Grenzwerte sind umstritten.

Artikel veröffentlicht am ,
Mobilfunkantennen in Berlin
Mobilfunkantennen in Berlin (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Der LTE-Regelbetrieb führt an gemeinsam mit GSM oder UMTS genutzten Standorten zu einem Anstieg der Mobilfunkimmissionen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Mobil- und Satellitenfunktechnik (IMST), die das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) in Auftrag gegeben hatte, die von Mobilfunkbetreibern finanziert wird. Der Anstieg finde aber auf sehr niedrigem Niveau statt. An 95 Prozent der Messpunkte wurden hochgerechnet weniger als zehn Prozent der gültigen Feldstärkegrenzwerte ausgeschöpft.

Stellenmarkt
  1. Dataport, verschiedene Einsatzorte (Home-Office möglich)
  2. via experteer GmbH, Bonn

Die höchste LTE-Immission mit 13,53 Prozent des Feldstärkegrenzwertes wurde in Jena im obersten Stock eines Wohnhauses bei geöffnetem Fenster in 24 Metern Abstand zur Antenne ermittelt. An diesem Messpunkt wurde auch die höchste Gesamtimmission der Messreihe mit 21,82 Prozent des Feldstärkegrenzwertes festgestellt. Doch die Grenzwerte für elektromagnetische Felder in der EU, die seit 1999 nicht mehr angepasst wurden, hatte das Europäische Parlament als "nicht mehr aktuell" bezeichnet. "Sie gelten weiter", räumte eine IZMF-Sprecherin auf Anfrage von Golem.de ein.

Das IMST hatte laut BUND bereits im November 2010 eine "zweifelhafte industrienahe Messstrategie" angewandt. Menschen mit einem erhöhten Schutzbedarf wie Kinder und Schwangere hielten sich in Wohnungen, Schulen und Kindergärten auf. Die Studie habe nicht solche Standorte ausgesucht und geprüft, sondern Messpunkte, die aus anerkannter fachlicher Sicht bereits im Voraus eine geringe Belastung erwarten ließen, sagte Bernd Rainer Müller, Mobilfunkexperte des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die Langzeitwirkungen der Mobilfunkstrahlung auf die menschliche Gesundheit sei zudem noch viel zu wenig erforscht, so die Umweltschützer.

Die Weltgesundheitsorganisation hatte 2011 erstmals die Strahlung von Mobiltelefonen als mögliches Krebsrisiko bezeichnet. Das hatte eine einwöchige Tagung von 31 Wissenschaftlern der Internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO ergeben. Die World Health Organization ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. "Hochfrequente elektromagnetische Felder beim Einsatz von Mobiltelefonen sind möglicherweise krebserregend für den Menschen, bezogen auf ein erhöhtes Risiko für ein Gliom, eine bösartige Form von Hirntumor", hieß es in einer WHO-Erklärung vom 31. Mai 2011.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand

Foster 22. Okt 2013

hi, wusste den Unterschied auch nicht so recht!! Hab dann aber eine gute Seite gefunden...

S-Talker 17. Jan 2013

Masten "hinhängen"? Ich dachte immer der Mast stützt die Antenne. Aber scheinbar ist es...

Werni 17. Jan 2013

Nun ja, Langwellensender haben eine wesentlich grössere Wellenlänge, im Vergleich dazu...

Casandro 16. Jan 2013

Messungen sind Messungen Messungen sind nicht "industrienah" oder "industriefern", sie...


Folgen Sie uns
       


Metro Exodus - Fazit

In Metro Exodus kommt Artjom endlich streckenweise wirklich an die frische Luft.

Metro Exodus - Fazit Video aufrufen
Magnetfeld: Wenn der Nordpol wandern geht
Magnetfeld
Wenn der Nordpol wandern geht

Das Erdmagnetfeld macht nicht das, was Geoforscher erwartet hatten - Nachjustierungen am irdischen Magnetmodell sind erforderlich.
Ein Bericht von Dirk Eidemüller

  1. Emotionen erkennen Ein Lächeln macht noch keinen Frohsinn
  2. Ökostrom Wie Norddeutschland die Energiewende vormacht
  3. Computational Periscopy Forscher sehen mit einfacher Digitalkamera um die Ecke

Android-Smartphone: 10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen
Android-Smartphone
10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen

Android ist erst zehn Jahre alt, doch die ersten Geräte damit sind schon Technikgeschichte. Wir haben uns mit einem Nexus One in die Zeit zurückversetzt, als Mobiltelefone noch Handys hießen und Nachrichten noch Bällchen zum Leuchten brachten.
Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

  1. Android Q Google will den Zurück-Button abschaffen
  2. Sicherheitspatches Android lässt sich per PNG-Datei übernehmen
  3. Google Auf dem Weg zu reinen 64-Bit-Android-Apps

Ottobock: Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert
Ottobock
Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert

Es verleiht zwar keine Superkräfte. Bei der Arbeit in unbequemer Haltung zum Beispiel mit dem Akkuschrauber unterstützt das Exoskelett Paexo von Ottobock aber gut, wie wir herausgefunden haben. Exoskelette mit aktiver Unterstützung sind in der Entwicklung.
Ein Erfahrungsbericht von Werner Pluta


      •  /