Informations-Verarbeitungs-Zentrum: Vorwürfe unerlaubter Beschäftigung von ITlern beim NDR

Der NDR soll bei der Beschäftigung von IT-Mitarbeitern sparen. Mitarbeiter werfen dem Sender nach einem Bericht von Business Insider(öffnet im neuen Fenster) vor, eigene Stellen durch Beschäftigte des gemeinsam mit anderen Sendeanstalten betriebenen Informations-Verarbeitungs-Zentrums (IVZ) zu kompensieren. "Hochrangige NDR-Mitarbeiter" sprechen dem Bericht zufolge von illegaler Arbeitnehmerüberlassung.
Das Informations-Verarbeitungs-Zentrum(öffnet im neuen Fenster) mit Sitz beim RBB in Brandenburg soll "bei der Vereinheitlichung von Prozessen in der IT" helfen, hieß es bei einer 2017 angekündigten Reform. Das IVZ unterstütze die beteiligten Sender demnach "in den Bereichen SAP, Archiv- und Produktionssysteme, IT-Support sowie Rechenzentrumsleistungen."
Laut Business Insider soll der Vorwurf bereits 2019 intern thematisiert worden sein. Beim NDR sei "das Thema Arbeitnehmerüberlassung sehr wichtig und keineswegs egal" , hieß es von einer Sprecherin.
Für die Überlassung von Arbeitnehmern(öffnet im neuen Fenster) muss eine Erlaubnis bei der Agentur für Arbeit(öffnet im neuen Fenster) beantragt werden. Ob diese im Fall des NDR vorliegt, ist unklar. Informationen von Business Insider zufolge arbeiten einige Beschäftigte des IVZ seit rund zehn Jahren beim NDR.
Aus internen E-Mails und Dokumenten gehe auch hervor, dass erwogen wurde, eigentlich für eine Ausschreibung durch den NDR vorgesehen Stellen im 2nd-Level-Support teilweise durch IVZ-Beschäftigte zu kompensieren. Eine Sprecherin des NDR bestritt gegenüber Business Insider, dass der Sender eigene Stellen durch IVZ-Mitarbeiter ersetze. "Wenn der NDR Stellen im Bereich IT abbaut, werden diese nicht mit Mitarbeitenden des IVZ ersetzt" , hieß es.



