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Informatik: Schlechte IT-Ausbildung in Schulen schadet Menschen in EU

In der EU wird die Informatikausbildung an den Schulen nicht besser, sondern schlechter. Das ergab eine Studie der weltweit agierenden Informatikfachgesellschaft Association for Computing Machinery (ACM).
/ Achim Sawall
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Schulkinder (Bild: Luélia  Ribeiro (Lupuca))
Schulkinder Bild: Luélia Ribeiro (Lupuca)

Die Informatikausbildung in den Schulen der EU ist so schlecht, dass dies den Bürgern und der Wirtschaft schadet, wie eine Studie (PDF)(öffnet im neuen Fenster) der weltweit agierenden Informatikfachgesellschaft Association for Computing Machinery (ACM) mit dem Titel Informatics Education ergeben hat. "Keine angemessene Informatikausbildung anzubieten, bedeutet, dass Europa seiner neuen Generation von Bürgern in der Bildung wie auch wirtschaftlich schadet", heißt es darin.

Zwar seien Anfang der 1970er und 1980er Jahre einige Anstrengungen zur Einführung von Inhalten der Informatik in schulische Lehrpläne und universitäre Curricula unternommen worden, mittlerweile hätten in etlichen Ländern diese Bestrebungen jedoch wieder nachgelassen und seien zum Teil sogar rückgängig gemacht worden.

Eine solche Entwicklung sei jedoch höchst unverantwortlich, denn andere Länder bildeten ihre Schüler in der Informatik bedeutend gründlicher aus.

Alle Schülerinnen und Schüler sollten nach Ansicht der ACM eine informatische Grundbildung erhalten, beginnend spätestens im Alter von 12 Jahren. Dieser Unterricht sollte nicht nur Fähigkeiten vermitteln, sondern auch die Grundsätze und Techniken ihres effektiven und ethischen Einsatzes der Informationstechnik.

Alle Schüler sollten eine Ausbildung in Informatik als eigenständiges wissenschaftliches Fach erhalten. Zudem sollte eine großangelegte Lehrerausbildung dringend begonnen werden.

Der Präsident der Gesellschaft für Informatik (GI) Oliver Günther sagte: "Aufgrund unnötig langwieriger Diskussionen um Stundentafeln in den Ländern und aus Ignoranz bezüglich der Bedeutung und Zukunftsrelevanz informatischer Bildung auch im Primär- und Sekundärbereich wird am IT-Standort Deutschland der Anschluss verpasst. Wir müssen aufwachen und die Informatik als wichtiges Bildungsgut für Kinder und Jugendliche endlich wirklich fördern."


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