Informatik: "Programmieren lernen tut weh"

Doris Aschenbrenner ist eine der jüngsten Professorinnen für Informatik in Deutschland. Ein Porträt über eine Frau mit einer großen Liebe für Roboter.

Ein Porträt von Peter Ilg veröffentlicht am
Doris Aschenbrenner hat als eine von wenigen Frauen eine Professur in der Informatik.
Doris Aschenbrenner hat als eine von wenigen Frauen eine Professur in der Informatik. (Bild: Peter Ilg)

Sie ist jung und eine Frau. Beides sind nicht gerade günstige Voraussetzungen dafür, schon mit Mitte 30 auf eine volle Professur in der männerdominierten Robotik berufen zu werden. Aber: "Das war mein Plan", sagt Doris Aschenbrenner, um die es geht.

Auf ihrem Weg dahin hat sie für den Bundestag kandidiert und mit früheren Klassenkameraden ein Unternehmen gegründet, in dem Industrieautomatisierung ein Geschäftsbereich ist. Das Thema Robotik begeistert sie: "Roboter sind meine große berufliche Liebe. Ich finde sie cool und elegant."

Aschenbrenner, geboren 1985, stammt aus der Nähe von Coburg. Nach dem Abitur ging sie an die Uni Würzburg zum Informatikstudium, anschließend promovierte sie dort an einer Forschungseinrichtung. Roboter waren im Studium und in der Promotion ihr Schwerpunkt.

Schon im Gymnasium war für sie völlig klar, dass sie Maschinenbau oder Informatik studieren möchte. "Lange Zeit dachte ich, es kommt allein aus mir, dass ich mich für die Informatik entschieden habe", sagt Aschenbrenner. Allerdings sind ihre Eltern Realschullehrer, beide mit Nebenfach Informatik. "Das hat meinen Entschluss sicher begünstigt, zumal bei uns zu Hause schon immer Computer herumstanden."

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Auf dem heimischen Atari hat Doris Aschenbrenner mindestens so intensiv Computerspiele gespielt wie ihre beiden Brüder. "Interessant ist nun, dass die beiden Jungs in sozialen Berufen tätig sind." Die drei Geschwister stellen Geschlechterklischees bei der Berufswahl auf den Kopf.

An der Uni war Aschenbrenner Senatorin in der Studierendenvertretung. 2012 hat sie für den Landtag und 2017 für den Bundestag kandidiert, jeweils für die SPD. In dem einen Jahr hat sie ihr Studium abgeschlossen, im anderen ihre Promotion.

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Aschenbrenner ist auch politisch aktiv

Gewählt wurde sie beide Male nicht. "Ich habe kandidiert, weil die Politik die Digitalisierung nicht versteht", sagt Aschenbrenner und findet: Das sollte sie aber, um die richtigen Entscheidungen für morgen treffen zu können. "Leider gibt es in den politischen Gremien sehr wenige mit Fachkenntnissen dafür - aber auch Ausnahmen, wie Saskia Esken." Die Informatikerin ist gemeinsam mit Norbert Walter-Borjans Bundesvorsitzende der SPD und eine gute Freundin von Doris Aschenbrenner - und zwar nicht erst, seit Esken bekannt ist.

Aschenbrenner ist nach wie vor politisch aktiv. So ist sie Mitglied im Observatorium für künstliche Intelligenz, einer Initiative des Arbeitsministeriums, das die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt und die Gesellschaft untersucht. Die Politik als Wissenschaftlerin zu unterstützen, ist für sie momentan das richtige Maß ihrer politischen Aktivität.

Das Parlament aber ist für sie passé: Bei der Bundestagswahl haben die Bürger in ihrem Wahlkreis einen 67-Jährigen für Zukunftsthemen gewählt. Aschenbrenner hatte sich angeboten, aufdrängen wird sie sich nicht.

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''In Delft habe ich plötzlich mit Frauen gearbeitet'' 
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mnementh 31. Okt 2021 / Themenstart

Du hats auf meine direkte Frage geantwortet: Nun ist es plötzlich nicht so gemeint...

Tango 30. Okt 2021 / Themenstart

Bin ein Jahr älter und Atari war die zweite Konsole, an der ich gespielt habe. Aber das...

yumiko 29. Okt 2021 / Themenstart

Sprache und Werkzeuge ändern sich aber recht häufig in der Programmierung. Man muss...

GilBates 28. Okt 2021 / Themenstart

Bei ihr vielleicht nicht, aber das Saski Esken in die Polititk geflüchtet ist, kann ich...

Myxin 28. Okt 2021 / Themenstart

Nobelpreis ;-) Sollte mit meinen Wurstfingern besser nur Diktieren.

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