''Frauen brauchen eine höhere Frustrationstoleranz''

In Aalen liest Aschenbrenner an der Fakultät Maschinenbau und Werkstofftechnik etwa E-Technik, Industrie 4.0 und Vernetzung von Produktionsanlagen. All ihre anderen Veranstaltungen haben den Roboter als Anwendungsfall.

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Gemeinsam mit einem Kollegen hat sie ein bedeutendes Forschungsprojekt an die Hochschule geholt, das sich mit 5G und adaptiver Robotik beschäftigt. "Ich bohre zwar schon auch gerne ganz tief in meinem Spezialgebiet, doch in der Robotik muss man auch nach links und rechts ausschwenken." Wer das nicht macht, erfüllt in interdisziplinären Projekten die Grundvoraussetzung, um zu scheitern. Brückenbauen hält Aschenbrenner für eine ihrer Stärken.

Außerdem bezeichnet sie sich als Nerd und ist Dauergast bei Veranstaltungen des Chaos Computer Clubs. Mitinhaberin einer Firma ist sie außerdem noch. Awesome Technologies ist ein IT-Unternehmen mit den Geschäftsbereichen Systemhaus, Telemedizin und Industrieautomatisierung.

2017 wurde die Firma gegründet, hat inzwischen 25 Mitarbeiter und macht eine Million Umsatz pro Jahr. "Mich hat bei coolen Forschungsprojekten immer genervt, dass tolle Ideen anschließend abgelegt vergammeln." Weiterentwickeln und in die Praxis bringen, das kann die Hochschule nicht, ein Unternehmen schon. "Wenn wir das Informatikwissen aus der Computergrafik oder aus neuronalen Netzen in die Automatisierungstechnik überführen, dann ist da ganz viel gute Musik drin." Und Arbeitsplätze mit Zukunft.

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In der Vernetzung von Produktionsanlagen besteht ein immenser Bedarf an Fachkräften, der mangels Angeboten nicht gedeckt werden kann. "Wenn wir es schaffen, die Anzahl von Studentinnen in den relevanten Fächern auf 50 Prozent zu steigern, würde das dem Arbeitsmarkt ökonomisch sehr helfen."

Momentan liegt der Frauenanteil im Informatik-Studium bei 20 Prozent. Werbung für das Fach kann bei einer Erhöhung dieser Quote unterstützten - und gendergerechte Ansprache. "Außerdem müssen wir offen sagen: Mädels, Programmieren lernen tut weh, weil jeder daran scheitert, scheitert, scheitert - bis der Code funktioniert."

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Männer scheitern anders als Frauen, sagt die Informatikerin

Scheitern tun Männer und Frauen gleichermaßen, nur probieren es Männer danach eher nochmal, ist Aschenbrenners Erfahrung. Frauen werde hingegen in der Jugend eingetrichtert: Wenn es nicht klappt, kannst du auch was anderes machen. "Frauen brauchen eine höhere Frustrationstoleranz, darin müssen wir sie stärken." Dann trauen sich auch mehr Frauen an die Disziplinen Informatik und E-Technik.

Aschenbrenner will ihre Studierenden vor allem für Technologien begeistern und hofft, dass sie dann mit der gleichen Leidenschaft an das Thema herangehen wie sie.

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 ''In Delft habe ich plötzlich mit Frauen gearbeitet''
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mnementh 31. Okt 2021 / Themenstart

Du hats auf meine direkte Frage geantwortet: Nun ist es plötzlich nicht so gemeint...

Tango 30. Okt 2021 / Themenstart

Bin ein Jahr älter und Atari war die zweite Konsole, an der ich gespielt habe. Aber das...

yumiko 29. Okt 2021 / Themenstart

Sprache und Werkzeuge ändern sich aber recht häufig in der Programmierung. Man muss...

GilBates 28. Okt 2021 / Themenstart

Bei ihr vielleicht nicht, aber das Saski Esken in die Polititk geflüchtet ist, kann ich...

Myxin 28. Okt 2021 / Themenstart

Nobelpreis ;-) Sollte mit meinen Wurstfingern besser nur Diktieren.

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