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Informatik: Pioniere für neuronale Netze bekommen Turing Award

Die Forscher Yann LeCun, Geoffrey Hinton und Yoshua Bengio gelten als Pioniere der Erforschung neuronaler Netzwerke und des sogenannten Deep Learnings . Die ACM hat die drei Informatiker mit dem Turing Award ausgezeichnet.
/ Sebastian Grüner
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Geoffrey Hinton, Yoshua Bengio und Yann LeCun (v. l. n. r.) bekommen den Turing Award. (Bild: Mark Blinch/Reuters, J. Barande/Ecole polytechnique/Flickr.com - CC-BY-SA 2.0, Facebook (v. l. n. r.) - Montage/Golem.de)
Geoffrey Hinton, Yoshua Bengio und Yann LeCun (v. l. n. r.) bekommen den Turing Award. Bild: Mark Blinch/Reuters, J. Barande/Ecole polytechnique/Flickr.com - CC-BY-SA 2.0, Facebook (v. l. n. r.) - Montage/Golem.de

Sogenannte neuronale Netzwerke sind mittlerweile eine "kritische Komponente" in der IT, für ihre Arbeiten zur Erforschung dieser Technik hat die Association for Computing Machinery (ACM) den Informatikern Yann LeCun, Geoffrey Hinton und Yoshua Bengio deshalb den renommierten Turing Award verliehen(öffnet im neuen Fenster) , der mit einem Preisgeld von einer Million US-Dollar dotiert ist.

Seit einigen Jahren erlebt die Verwendung neuronaler Netze einen regelrechten Boom und trägt massiv zu den Fortschritten spezieller Anwendungsbereiche bei. Dazu gehören etwa Bild- und Spracherkennung, die Verarbeitung natürlicher Sprache oder auch die Robotik. Die Funktion neuronaler Netze und des Deep Learnings hat Golem.de bereits vor einigen Jahren in einem ausführlichen Hintergrundartikel betrachtet .

Jahrzehnte Arbeit an neuronalen Netzen

Die drei Forscher LeCun, Hinton und Bengio haben teils gemeinsam, aber auch unabhängig voneinander viele wichtige Grundlagen der Technik erforscht. Die drei Forscher gehörten laut ACM Anfang der 2000er Jahre zu einer nur noch kleinen Gruppe von Akademikern, die den Ansatz weiterverfolgt und ihr damit zum Durchbruch verholfen hat.

Yann LeCun über die Zukunft von Deep-Learning-Hardware
Yann LeCun über die Zukunft von Deep-Learning-Hardware (06:16)

Mitte der 80er Jahre zeigte Hinton gemeinsam mit anderen, dass die sogenannte Backpropagation den neuronalen Netzwerken ermöglicht, ihren eigenen Zustand zu erkennen und so zu verbessern. LeCun hat in den 80er Jahren unter anderem die Convolutional Neural Networks (CNN) entwickelt, die zu den aktuell wichtigsten Vertretern künstlicher neuronaler Netze zählen. Bengio hat in den 90er Jahren die Idee neuronaler Netze mit stochastischen Modellen wie Hidden-Markow-Modellen kombiniert.

Die drei Forscher haben mit ihren akademischen Arbeiten nicht nur die aktuelle IT-Industrie massiv beeinflusst, sondern wirken auch selbst in der Industrie. So ist Hinton neben seiner Arbeit an der University of Toronto Fellow bei Google, Bengio ist Professor an der Universität Montreal und hat Deep-Learning-Startups mitgegründet, und LeCun ist nicht nur Professor an der New York University, sondern auch KI-Chef bei Facebook.


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