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Inform: Display aus Stäben stellt 3D-Inhalte dar

Display besteht aus einem Tisch mit 900 beweglichen Stäben sowie einer Kinect als Eingabegerät und dient zum Herstellen von 3D-Inhalten. Entwickelt wurde es am Massachusetts Institute of Technology.
/ Werner Pluta
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Inform: Gegenstand manipulieren, ohne diesen zu berühren (Bild: MIT)
Inform: Gegenstand manipulieren, ohne diesen zu berühren Bild: MIT

Display, das Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt haben, arbeitet ähnlich wie die bekannten 3D-Nagelbretter, auch Pin Art genannt(öffnet im neuen Fenster) : eine Anordnung von beweglichen Metallstiften, mit denen sich ein dreidimensionales Abbild eines Objekts erzeugen lässt, indem es hineingedrückt wird.

Inform - Trailer MIT
Inform - Trailer MIT (03:40)

Inform(öffnet im neuen Fenster) nennen die Entwickler der Tangible Media Group des MIT ihr System(öffnet im neuen Fenster) . Es besteht aus 900 Kunststoffstäben, die in einen Tisch eingelassen sind. Sie sind allerdings nicht wie die Metallpins rund, sondern viereckig und deutlich länger. Jeder Stab kann von einem Aktor um etwa zehn Zentimeter angehoben werden.

Kinect als Eingabegerät

Als Eingabegerät dient eine Kinect, die die Bewegungen eines Nutzers aufnimmt. Die Daten werden an einen Computer weitergegeben, der sie in Steuerbefehle für die Aktoren des Displays umsetzt. Das Dynamic Shape Display ist also ein animiertes Pin Art. Über dem Tisch ist ein Projektor angebracht, der es ermöglicht, die 3D-Gebilde farbig erscheinen zu lassen.

Bewegt der Nutzer seine Arme und Hände vor der Kinect, überträgt das System diese auf das Display. Der Nutzer kann so einen Gegenstand manipulieren, etwa mit einem Ball spielen, ohne diesen zu berühren. Das System kann also als Telepräsenzsystem genutzt werden.

3D-Modelle

Das Display kann aber auch dazu dienen, 3D-Inhalte zu visualisieren: topographische Landkarten, Schaubilder für mathematische Funktionen, medizinische 3D-Scans oder Architekturmodelle. Diese sind auch interaktiv: Es könnten beispielsweise mehrere Nutzer in einer Telekonferenz am Modell eines Hauses arbeiten.

2009 hatte das deutsche Projekt Hyperbraille einen Bildschirm für Sehbehinderte vorgestellt, der auf eine ähnliche Weise funktioniert: Er besteht aus einer Matrix aus 120 x 60 Stiften, die von sogenannten Piezo-Biegewandlern angehoben werden. So stellen die Stifte Braille-Buchstaben, aber auch Grafiken oder Tabellen dar.


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