Influencer: Fortnite schlägt Minecraft

Allein auf Youtube gibt es über 234 Millionen Videos mit Gaming als Inhalt, immer mehr beschäftigen sich mit Fortnite Battle Royale. Auch sonst tut sich viel in der Szene der Streamer, berichtet Jiri Kupiainen von der Agentur Matchmade.

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Jiri Kupiainen von Matchmaker auf der Quo Vadis 2018 in Berlin
Jiri Kupiainen von Matchmaker auf der Quo Vadis 2018 in Berlin (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Von PewDiePie und ähnlichen Superstars der Streamingszene hält Jiri Kupiainen wenig. Er setzt mit seiner Agentur Matchmade, die von Berlin und Helsinki aus arbeitet, eher auf die mittelgroßen Influencer - damit meint er solche, die 100.000 bis eine Million Abonnenten haben. "Die sind noch nicht arrogant, sondern meistens richtig nett und sie helfen unseren Kunden beim Marketing, weil sie noch wachsen wollen." Vor allem aber kann er gezielt Influencer auswählen, die sich wirklich für das jeweilige Spiel interessieren und die bei den Fans als entsprechend authentisch gelten.

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Das Geschäft rund ums Streaming wächst derzeit weiter stark: Mittlerweile gibt es nach Angaben von Kupiainen allein auf Youtube rund 234 Millionen Videos mit Games als Inhalt. Die Anzahl der einschlägigen Kanäle ist auf 2,5 Millionen gewachsen (1,64 Millionen auf Youtube Gaming), denen insgesamt mittlerweile mehr als 215 Millionen Abonnenten folgen.

Eigentlich könnte man bei solchen Marktverhältnissen davon ausgehen, dass nun eine Phase der Konsolidierung bevorsteht. Davon sei aber nichts zu spüren, sagt Kupiainen. Ständig würde sich alles ändern. Derzeit seien speziell die Spiele-Influencer auf Youtube von Einschränkungen bei den Werbeeinnahmen (Demonetizing heißt das in der Branche) betroffen, weil viele Großkonzerne und Markenhersteller ihre Clips nur vor eindeutig familienfreundlichen Inhalten schalten wollen und Youtube auf diese Wünsche eingeht.

Das wiederum habe dazu geführt, dass eine Zeit lang auch kaum noch Streams mit Spielen auf den Startseiten der Nutzer vorgestellt wurden, was sich inzwischen aber weitgehend erledigt habe. Gleichzeitig würde nicht nur Twitch immer weiter wachsen, sondern auch Plattformen wie das von Microsoft betriebene Mixer oder das von ehemaligen Apple-Mitarbeitern gegründete Coffeine.

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Interessant werde es nach Ansicht von Kupiainen, wenn Facebook richtig durchstartet: Derzeit bekommen die Mitglieder die Streams nur dann in ihrer Timeline angezeigt, wenn sie von sich aus nach Influencern mit Games-Bezug gesucht haben. Im Spätsommer - Kupiainen nennt September 2018 als wahrscheinlichen Termin - werde das soziale Netzwerk die Testphase aber abgeschlossen haben und sich dann wohl sehr schnell im Markt breitmachen.

Auch bei den Spielen selbst tue sich derzeit viel. Jahrelang war Minecraft das am meisten per Stream übertragene und online gespielte Game. Jetzt ist es nach den Daten von Matchmade eindeutig Fortnite Battle Royale - das übrigens Pubg klar hinter sich gelassen habe, auch wenn das "Original" immerhin auf Platz 3 der Beliebtheitsliste liege. Knapp dahinter folgen dann fast gleichauf Mobile Legends und Clash Royale.

Das könnte sich aber auch alles schnell wieder ändern, vermutet Kupiainen. Er beobachtet, dass vor allem kleine Entwicklerstudios für ihre Projekte von vornherein einen Influencer Marketing Manager mit in ihre Teams aufnehmen. Dessen Aufgabe sei es, darauf zu achten, dass die Games perfekt auf die Bedürfnisse von kleinen und großen Streamern ausgerichtet sind: schöne Grafik, sehr gute Übersicht und schnelle Schnitte.

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