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Seit den 1970er Jahren hat sich bei Inflight-Entertainment-Systemen einiges getan.
Seit den 1970er Jahren hat sich bei Inflight-Entertainment-Systemen einiges getan. (Bild: Hulton Archive)

Die Bedienung ist das Beste am System

Korean Air verbaut zudem serienmäßig einen Controller, der redundante Bedienungen ermöglicht und für Spiele geeignet ist. Das ist vor allem für Anwender interessant, die nicht mit Touchscreens sozialisiert wurden, wie es meist bei älteren Passagieren der Fall ist. Unsereins braucht den Controller aber nicht mehr, insbesondere, weil das Betriebssystem das tut, was es soll. Einen USB-Port gibt es auch, der sogar unser iPad Air aufladen kann - allerdings nur, wenn der iPad-Bildschirm abgeschaltet ist. Offenbar bleibt Panasonic innerhalb der USB-Spezifikation. Solche Kleinigkeiten sind allerdings Ausstattungsoptionen, die wir in einem älteren Artikel zu Panasonics System bereits betrachtet haben.
Das Highlight ist die Bedienung. Die reagiert nicht nur durch den sehr guten Touchscreen ausgezeichnet, sondern auch, weil das Betriebssystem in der Regel flott arbeitet. Panasonic setzt dabei auf eine uns unbekannte Android-Version, die zwar nicht so fix ist wie auf einem modernen Smartphone. Doch auch hier gilt: Es liegen Welten zwischen dem Reaktionskomfort dieses Systems und dem anderer Inflight-Entertainment-Systeme.

Panasonic versteckt keine typischen Android-Merkmale bei Korean Air

Dass Android verwendet wird, sieht ein Smartphone-Kenner sofort. Es gibt in der linken Ecke eine virtuelle Zurückschaltfläche, und auch der Homebutton sieht so aus, wie es für Android typisch ist. Uns gefällt, dass Panasonic sich entschieden hat, keinen Hehl daraus zu machen, welches Betriebssystem zum Einsatz kommt. Windows-CE-Systeme hingegen maskieren ihre Herkunft mehr oder weniger. Spätestens nach einem Neustart weiß man aber meist, was als Bordsystem installiert ist.

  • Kurz vor dem Start von Seoul/Incheon schauen wir auf Android. Die folgenden Screenshots sind durch die Praxis bedingt leider nicht in der besten Qualität. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Menüs kennen wir doch? Android wird nicht versteckt. Typische Android-Tastenkombinationen für Screenshots sind aber nicht möglich. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Dank eines Fensterplatzes schauen wir nicht nur auf den Bildschirm. Wir sitzen in einer B777-300ER im Pushback und blicken auf einen A380-800. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wir sind schon auf Reiseflughöhe. Die Cockpit-Ansicht ist für Flugsimulatorkenner sehr hübsch. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wir können auch einfach in eine andere Richtung schauen. Das Satellitenmaterial ist ziemlich gut. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wichtige Einstellungen sind meist sofort da. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Entertainmentsystem stockt in der Cockpitansicht aber manchmal beim Seitenmenü. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Einstellungsmöglichkeiten machen dank ihrer Komplexität viel Spaß. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Selbst die Menüposition lässt sich einstellen ... (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und man kann nach Städten suchen. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Gesamtübersicht und wichtige Bedienungselemente (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Für die meisten Gäste der wichtigere Teil: Das Unterhaltungsprogramm (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Auch hier sieht man Androids Systemtasten in der unteren Leiste. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Durch das Filmprogramm kommt der Fluggast ohne Wartezeiten ... (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und ohne Hämmern auf den Touchscreen. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Vier Sprachen zur Auswahl, wir können aber nur eine davon. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schutz für die Kleinen gibt es auch, ... (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... genauso wie ein paar Ver- und Gelegenheitsspiele. Kinder haben in der Regel sowieso ihre eigenen Geräte mit. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Menüführung für Videos ist sehr übersichtlich. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)
Das Entertainmentsystem stockt in der Cockpitansicht aber manchmal beim Seitenmenü. (Screenshot: Andreas Sebayang/Golem.de)

Mit Android kommt eine enorme Geschwindigkeit zu den Passagieren. Schon beim Anblick des Flugverlaufs über eine runde 3D-Erde, bei Korean Air Skymap genannt, begeistert die sehr an Google Earth erinnernde Ansicht. Es ruckelt zwar ein bisschen, doch der Bedienungskomfort ist sehr hoch. Mit Spreizgesten lässt sich auf die Erde zoomen und der Finger sorgt mit leichter Verzögerung für eine Bewegung der Weltkugel. Mit einem Finger hoch- und runterwischen ändert den Ansichtswinkel auf den blauen Planeten. In einigen Ansichten braucht es dafür zwei sich vertikal bewegende Finger.

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Im Prinzip funktioniert die Skymap weitgehend so, wie man es von Smartphone und Tablet gewohnt ist. Man merkt allerdings, dass moderne 3D-Hardware fehlt. Die Bildrate bewegt sich offenbar im Bereich von 10 bis 15 fps, was wir aber nicht messen konnten.

Viele und meist schnelle Menüs, außer in der Skymap

Hübsch sind auch die vielen Menüfunktionen. Die lassen sich sehr schnell auswählen, indem ein Pfeil auf der rechten Seite angeklickt wird. Einzelne Ansichtslayer lassen sich ausblenden, Ansichten selbst bestimmen und für Luftfahrtfans lässt sich dauerhaft in der Skymap die Flughöhe und Geschwindigkeit über Grund (Groundspeed) darstellen. Wir können die Ansicht auch auf nautische Maßeinheiten stellen. Das metrische und das imperiale System stehen ebenfalls zur Auswahl.

Uns stört aber die Anzahl der dargestellten Datensätze. Weder gibt es Informationen zu den Windverhältnissen noch zu der Geschwindigkeit in Relation zur Luftbewegung (Airspeed) direkt. Wer will, kann die Ansicht aber auf Windows Seat umstellen. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine virtuelle Cockpitansicht inklusive Instrumentenanzeige via Head-up-Display (HUD). Dort wird neben der Groundspeed auch die Airspeed angezeigt, und wer weiß, wie Flugzeuge funktionieren, kann so zumindest halbwegs den Rückenwind einschätzen. Selbst Informationen wie die Steig- oder Sinkrate (vertical speed) sind erkennbar - und natürlich die Höhe in Fuß sowie die Richtung, in die die Maschine gerade rollt. Das Flugzeug auf der Anzeige fliegt über eine recht detaillierte Satellitenansicht, die zumindest die wichtigsten Straßenzüge einer Stadt erkennen lässt.

Leider fehlt es der HUD-Ansicht an erklärenden Informationen. Wer nicht ab und an Flugsimulationen spielt, wird vermutlich kaum etwas exakt deuten können. Die Cockpit-Ansicht ist anscheinend gezielt für Luftfahrtfans gemacht und hat leider hin und wieder Leistungsprobleme. Die Suche nach einer Stadt kann ein paar Sekunden dauern, als ob Daten vom RAM in den Festspeicher ausgelagert wurden. Wer die Cockpitansicht länger angeschaltet hat, muss sogar fast 30 Sekunden warten, bis das Seitenmenü wieder eingeblendet wird. Das fühlt sich wieder an wie bei anderen Entertainmentsystemen.

 Ein großer und guter Bildschirm macht das Fliegen angenehmerAndroid funktioniert gut und nur einzelne Sitze werden neugestartet 

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Sebbi 12. Nov 2015

Na dann rechne mal nach ... 400 Passagiere, die gleichzeitig Videos schauen. Das sind...

Goonie 11. Nov 2015

Ich bin schon seit 20 Jahren nicht mehr geflogen -- aber was spricht dagegen, sein...

weltspion 11. Nov 2015

Der Link zu "Blick auf unseren Artikel zur Verkaufssituation verschiedener Maschinen" ist...

mikehak 11. Nov 2015

Naja, der Singapore ihr System ist auch schon in die Jahre gekommen und oft mal bei...

colouredwolf 11. Nov 2015

Vergleich Emirates zu Singapore ist wie Vergleich Trabbi zur S-Klasse. An Singapore...



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