Inflation: Aldi und Lidl bieten weniger Elektronik und Nonfood an

Wegen sinkender Kaufkraft und Lieferproblemen reduzieren Aldi und Lidl ihr Non-Food-Angebot. Zulieferer wie Medion müssen hohe Einbußen hinnehmen.

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Elektronik ist bei Nonfood ein wichtiger Bereich
Elektronik ist bei Nonfood ein wichtiger Bereich (Bild: Aldi Nord)

Die Lebensmitteldiscounter Lidl und Aldi reduzieren wegen Absatzproblemen ihr Angebot an Nonfood-Artikeln wie Computer und Anderem deutlich. Das berichtet die Lebensmittelzeitung (LZ) unter Berufung auf die Unternehmen. Zum sinkenden Umsatz wegen der hohen Inflationsrate kommen demnach Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit.

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Laut den Informationen der Lebensmittelzeitung ist bei Aldi der Umsatzanteil von Nonfood-Waren auf bis zu 20 Prozent gefallen. Große Mengen von Restposten müssen billiger abgegeben werden, was die Gewinnmarge deutlich verschlechtert. Man stehe deshalb mit "Lieferanten und Logistikpartnern in engem Austausch", erklärte Aldi Nord der Lebensmittelzeitung.

Ein Aldi-Nord-Sprecher sagte Golem.de auf Anfrage, dass in der herausfordernden Zeit "nicht zuletzt auch die Preissensibilität zunimmt". Nicht immer ließen sich zudem "zeitliche Verschiebungen lang geplanter Anliefertermine vermeiden". Wie stark Elektronikprodukte wie PCs, Tablets und Notebooks davon betroffen sind, wollte Aldi Nord nicht beantworten. Der wichtigste Lieferant für Elektronik bei Aldi ist Medion, ein deutscher Konzern, der seit dem Jahr 2011 zu Lenovo aus China gehört. Der Aldi-Partner Medion hat unsere Anfrage noch nicht beantwortet. Zu Nonfood gehören auch Kleidung, Möbel oder Küchengeräte.

Lidl kämpft mit noch stärkerem Rückgang bei Nonfood

Beim Konkurrenten Lidl, der mit Kaufland zur Schwarz-Gruppe gehört, ist laut Lebensmittelzeitung der Umsatz mit Nonfood sogar auf unter 10 Prozent gesunken. Hier liegt das Ziel der Konzernführung bei 15 Prozent. Für das Jahr 2023 hat Lidl international "drastisch geringer" Nonfood bestellt als bisher. Bei einem Gesamtumsatz von 100 Milliarden Euro handelt es sich hier um sehr hohe Summen.

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Zuletzt hatte vor allem die schlechte Verfügbarkeit den Absatz sinken lassen. Aktuell leiden Lidl-Käufer besonders unter der hohen Inflation. Geplante Käufe im Nonfood-Bereich seien laut einem Manager deutlich eingebrochen. "Bei allem über 20 Euro gibt es dramatische Rückgänge", auch wenn die Preise stark reduziert seien, sagte er der Lebensmittelzeitung.

"Bei einzelnen Artikeln kommt es aktuell aufgrund der globalen Situation zu Lieferverzögerungen. Zur Sicherung unserer Lieferketten und der Warenverfügbarkeit in unseren Filialen bringt Lidl künftig in Teilen eigene Kapazitäten in der Seefracht zum Einsatz", sagte Lidl-Sprecherin Isabel Lehmann Golem.de.

Die Konsumneigung der Verbraucher sei durch Inflationssorgen, steigende Zinsen und erhebliche Kostensteigerungen bei Energie beeinträchtigt, betonte ein Medion-Sprecher. "Dazu kommen ungünstige Währungsrelationen, unverändert hohe Frachtkosten und Probleme bei internationalen Zulieferern." Medion sehe ebenfalls einen Rückgang bei bestimmten Produktgruppen im Vergleich zum Vorjahr.

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Saladien 30. Sep 2022 / Themenstart

Eine sehr Linke Sichtweise. Die Firmen sind schuld an der ideologisch getriebenen...

motzerator 28. Aug 2022 / Themenstart

Wenn Du den Artikel gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, das Lidl bei Nonfood...

korona 16. Aug 2022 / Themenstart

Non-Food Artikel haben oft eine höhere Gewinnmarge. Außerdem locken Sie so hinz und kunz...

At-M 16. Aug 2022 / Themenstart

Als Angestellter in einer der Firmen, die einen der erwähnten Discounter mit Nonfood...

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