Infinite Warfare im Test: Ballern in der stellaren Schießbude

Fühlt sich stellenweise an wie der Ego-Shooter-Ableger, den Wing Commander nie hatte - ist aber ein Call of Duty: Infinite Warfare bietet spielerisch simple, aber toll inszenierte Action im All. Dazu gibt's ein Remake von Modern Warfare, den gewohnten Multiplayermodus und Zombies in Bonbonfarben.

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In einer Mission von Infinite Warfare schwebt der Spieler durchs All.
In einer Mission von Infinite Warfare schwebt der Spieler durchs All. (Bild: Golem.de)

"Die Erde steckt in Schwierigkeiten, wenn wir diesen Saftladen nicht zurückerobern": Das sagt einer unserer computergesteuerten Kumpels in der Kampagne von Infinite Warfare - und er hat natürlich Recht, weswegen wir wenige Augenblicke später auf dem Mond einen Großangriff auf die Stellungen der Settlement Defense Front (SDF) starten.

Inhalt:
  1. Infinite Warfare im Test: Ballern in der stellaren Schießbude
  2. Verfügbarkeit, Sonderedition und Fazit

Mit den zumindest ein bisschen echt anmutenden Soldaten und Armeen der Vorgänger hat die Kampagne des neuesten Call of Duty kaum etwas gemein. Stattdessen kämpfen wir in ferner Zukunft als Elitekrieger Captain Nick Reyes in den Reihen der United Nations Space Alliance (UNSA) gegen eine interstellare Organisation, eben die SDF. Das tun wir meist als Infanterist mit der Maschinenpistole oder einer futuristischen Version der Schrotflinte in der Hand, und ohne die spannenden Extras, die etwa Titanfall 2 fast zeitgleich bietet. Aber auch an Bord von Jägern in galaktischen Raumschlachten.

  • Jon Snow im All? Nein, aber der gleiche Schauspieler verkörpert Bösewicht Salen Kotch. (Screenshot: Golem.de)
  • Nur in den ersten Missionen ist der Spieler auf der Erde unterwegs. (Screenshot: Golem.de)
  • An Bord des Raumschiffs auf der Kommandobrücke (Screenshot: Golem.de)
  • Die Ausrüstung stellt auf Wunsch der Waffenmeister zusammen. (Screenshot: Golem.de)
  • Krawumm - ein Großkampfschiff explodiert. (Screenshot: Golem.de)
  • Hauptfigur Nick Reyes im UNSA-Hauptquartier. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei einer Militärparade gibt es eine Überraschung... (Screenshot: Golem.de)
  • Ein ganzer Trupp von Robotersoldaten wartet auf uns. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Zombiemodus wird von einem Cartoon eingeleitet. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Untoten greifen in einem Vergnügungspark an. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Multiplayermodus bietet gewohnt viel Ausrüstung. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Liste der Modi ist ausreichend lang. (Screenshot: Golem.de)
  • In den Maps geht es auch auf Raumstationen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die kleinen roten Markierungen führen zu Zusatzmissionen. (Screenshot: Golem.de)
Jon Snow im All? Nein, aber der gleiche Schauspieler verkörpert Bösewicht Salen Kotch. (Screenshot: Golem.de)

Uns hat das Szenario mehr als einmal an den Klassiker Wing Commander erinnert: Zwar gibt es keine Aliens, aber der eher militärisch anmutende Look der Kommandobrücke, die schnellen Schiffe und deren Starts durch lange Korridore haben gewisse Atmosphäre-Ähnlichkeiten. Allerdings ist Infinite Warfare spielerisch in erster Linie ein Ego-Shooter mit unkomplizierten Bodenkämpfen.

Wenn es mit Captain Nick Reyes ins All geht, müssen wir in den Schlachten teils Dutzende von gegnerischen Schiffen zerstören. Diese Kämpfe sind sehr einfach gehalten - außer, wenn es gegen feindliche Flugasse geht, die besonders fix durchs All sausen und einfach mehr Geduld und schnellere Reflexe erfordern. Komplexe Bordsysteme gibt es nicht, sondern nur Ablenkraketen, Angriffsraketen und die Bordkanone. Bei der Landung auf unserem Raumschiff-Flugzeugträger müssen wir eine Markierung so ungefähr erreichen, den Rest macht das Spiel selbständig.

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Den Großteil der Kampagne verbringen wir in linearen Missionen, wie sie typisch für Call of Duty sind: Es geht also in erster Linie ums Ballern, manchmal auch nur ums Vorausstürmen, damit der sonst unbegrenzte Gegnernachschub auf magische Art und Weise gestoppt wird und unsere Kumpels nachziehen können. Das Ganze ist wie in den Vorgängern toll inszeniert, wirkt aber kulissenhaft. Wir haben keinerlei Einflussmöglichkeit darauf, ob vor unseren Augen Großkampfschiffe ineinander rauschen, ob wir im Buggy über die Mondoberfläche springen oder auf dem Jupitermond Europa übers Eis schlittern.

Freiwillige Einsätze in einem Call of Duty!

Ein bisschen Entscheidungsspielraum bietet Infinite Warfare aber doch: Erstmals in einem Call of Duty gibt es Zusatzmissionen, die wir optional erledigen können. Diese Aufträge nehmen wir unter anderem auf einer Navigationskarte an - neben einer dicken gelben Markierung gibt es dann auch kleine rote Quadrate, die zu den optionalen Einsätzen führen. Sie verlängern die fünf bis sechs Stunden lange Kampagne dann noch einmal um knapp drei Stunden Spielzeit.

Die Zusatzmissionen gehören seltsamerweise zu den spannendsten Einsätzen in Infinite Warfare. Es lohnt sich also nicht nur wegen der Trophäen, sie zu absolvieren. So schweben wir in einem Einsatz durch ein Asteroidenfeld möglichst ungesehen bis zu einem Schiff der SDF, das wir dann infiltrieren. Feindliche Wachen, die wie wir im All schweben, schalten wir mit dem Scharfschützengewehr aus, Treffer erkennen wir am Luftaustritt aus dem Raumanzug.

Schade nur, dass es keine wirklich interessante Story gibt, dazu sind sowohl unsere Kameraden - Roboter Ethan und ein paar Menschen - als auch die Bösen viel zu wenig herausgearbeitet. Selbst der von Schauspieler Kit Harington (Jon Snow in Game of Thrones) vertonte und verkörperte Oberfiesling Salen Kotch bleibt blass.

Neben der Kampagne gibt es natürlich erneut einen Multiplayermodus. Er bietet acht Modi auf zwölf gut gemachten, abwechslungsreichen Karten. Wer mag, kann etwa im Team Deathmatch auf einer Raumstation antreten oder in Free-for-All in einer Schneelandschaft oder in einem abgestürzten Raumschiff.

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