Smarte Lautsprecher mit Radar brauchen mehr Anpassungen

Idealerweise wird der Nutzer den aktiven Radarbereich selbst bestimmen können. Allerdings bedeutet das im Umkehrschluss, dass die Konfiguration der Geräte komplexer wird. Sobald bisherige smarte Lautsprecher mit dem Internet verbunden sind, ist keine weitere Konfiguration erforderlich. Das würde sich bei einer Radarsteuerung wohl ändern - der Nutzer müsste sich stärker mit den technischen Möglichkeiten des smarten Lautsprechers befassen.

  • Infineons Radartechnik für smarte Lautsprecher (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
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Infineons Radartechnik für smarte Lautsprecher (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
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Der Testaufbau auf dem Messegelände in Barcelona deckte einen Radarbereich von 180 Grad ab. Prinzipiell ist aber auch eine Radarabdeckung von bis zu 360 Grad möglich. Hier hängt es davon ab, welchen Bereich der Gerätehersteller abdecken will. Für die meisten Einsatzzwecke wird aber wohl ein 180-Grad-Bereich ausreichen.

Technik mit beliebigen digitalen Assistenten nutzbar

Die Radartechnik von Infineon kann prinzipiell mit allen am Markt verfügbaren digitalen Assistenten verwendet werden. In Barcelona wurde das System mit Alexa vorgeführt. Es kann aber auch mit dem Google Assistant, Siri, Cortana oder beliebigen anderen digitalen Assistenten genutzt werden. Der Hersteller sieht vor allem viel Potenzial im asiatischen Sprachraum, wo digitale Assistenten zum Einsatz kommen, die in anderen Regionen nicht vertreten sind.

Infineon geht davon aus, dass der Radarsensor zusammen mit Fernfeldmikrofonen im Laufe des Jahres fertig entwickelt ist. Es wird also noch dauern, bis die Technik Einzug in smarte Lautsprecher hält, die der Kunde kaufen kann. Es ist offen, ob Hersteller wie Amazon, Apple oder Google die Technik nutzen werden, um diese in ihre künftigen Produkte zu integrieren.

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Radartechnik hat das Potenzial, die Nutzung smarter Lautsprecher komfortabler zu machen. Im Sichtbereich des Radars wäre eine Unterhaltung möglich, ohne für jede neue Interaktion das Signalwort zur Aktivierung des digitalen Assistenten sagen zu müssen. Der Nutzer könnte sich mit dem Gerät eher so unterhalten wie mit einem Menschen - der Umgang mit dem Gerät würde natürlicher werden.

Jetzt liegt es vor allem an Amazon und Google, ob sie die Infineon-Technik in ihren Geräten verwenden. Beide führen derzeit den Markt digitaler Assistenten an, was Funktionsumfang und Leistungsfähigkeit betrifft. Zwar bieten sowohl Amazon als auch Google Drittherstellern die Möglichkeit, Alexa und Google Assistant in eigene Produkte einzubauen. Wenn dann die Radartechnik vom Assistenten jedoch nicht unterstützt wird, haben es Dritthersteller sehr schwer, diese in ihren Geräten zu verwenden.

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 Infineons Radarsensor im Hands on: So werden smarte Lautsprecher intelligenter
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