Infiltration bei Apple TV+: Die Außerirdischen sind da!

Nach Foundation wartet Apple innerhalb kürzester Zeit gleich mit der nächsten Science-Fiction-Großproduktion auf. Diesmal landen die Aliens auf der Erde.

Eine Rezension von Peter Osteried veröffentlicht am
Unterwegs in Afghanistan: US-Soldat Trevante Ward (Shamier Anderson)
Unterwegs in Afghanistan: US-Soldat Trevante Ward (Shamier Anderson) (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)

Diese Rezension ist so spoilerfrei wie möglich.

Stellenmarkt
  1. Junior-Inhouse-Consultant (m/w/d)
    MVV Energie AG, Mannheim
  2. Senior-Softwareentwickler (w/m/d) Java - Produktentwicklung
    SSI SCHÄFER IT Solutions GmbH, Münster
Detailsuche

Im Wettstreit der verschiedenen Streamingdienste wird längst nicht mehr gekleckert, sondern reichlich geklotzt - die Anbieter versuchen sich mit Franchises und Großproduktionen gegenseitig zu übertreffen. Budgets, wie sie früher nur für riesengroße Filme üblich waren, sind heute auch hier die Norm. Das gilt auch für die neue, in der ersten Staffel aus zehn Folgen bestehende Serie Infiltration (US-Titel: Invasion), die am 22. Oktober 2021 bei Apple TV+ anläuft.

Das Budget für die Serie beträgt beachtliche 200 Millionen Dollar. Die Taschen von Apple sind aber auch tief. Mit Infiltration hofft der Konzern, mehr Abonnenten zu Apple TV+ zu ziehen. Immerhin hat die neue Serie auch einen internationalen Anstrich, denn sie vereint Stars aus verschiedenen Ländern und wurde auf vier Kontinenten gedreht.

Manchester, New York, Marokko und Japan

Infiltration erzählt aus der Perspektive ganz normaler Menschen, wie sich eine außerirdische Invasion auf der Erde abspielt. Die Handlungsorte sind Manchester, New York, Marokko und Japan. Entsprechend wurde in England, den USA, Nordafrika und in Japan gedreht.

Golem Akademie
  1. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    13.–16. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Schon im Vorfeld wurde häufig Der Krieg der Welten als Vergleich herangezogen, insbesondere auch die Version von Steven Spielberg, die ebenfalls den Ansatz wählte, aus Sicht ganz normaler Menschen zu erzählen. Sam Neill spielt Sheriff John Bell Tyson, der kurz vor dem Ruhestand steht. Shamier Anderson ist der US-Soldat Trevante Ward, der in Afghanistan stationiert ist. Golshifteh Farahani ist Aneesha Malik, die mit ihrer Familie in Long Island lebt, Firas Nassar spielt ihren Ehemann Ahmed Malik. Shioli Kutsuna ist Mitsuki, die für das japanische Weltraumprogramm JASA tätig ist.

Die Serie wurde von Simon Kinberg und David Weil entwickelt. Beide sind sehr erfolgreich, Ersterer vor allem mit Blockbustern rund um die X-Men, Letzterer mit den Amazon-Serien Hunters und Solos. Beide haben auch den Großteil der Serie geschrieben. Für die Inszenierung der Pilotfolge wurde Jakob Verbruggen geholt. Der Belgier hat unter anderem die erste Staffel der Krimiserie The Fall inszeniert. Die Macher gingen an Infiltration heran, als würden sie einen zehnstündigen Film produzieren.

Merkwürdige Geschehnisse allerorten

Überall auf der Welt geschehen merkwürdige Dinge. Es sind Angriffe, die koordiniert erscheinen, aber niemand übernimmt dafür die Verantwortung. In Long Island geht ein ganzer Straßenzug zu Bruch, eine japanische Weltraumfähre zur ISS wird zerstört, ein Schulbus mit Kindern in England fährt in einen Abgrund, Kinder bluten aus unerfindlichen Gründen aus der Nase, in Afghanistan taucht ein unbekanntes Objekt auf, dem ein ganzer Trupp Soldaten zum Opfer fällt.

Dazwischen gibt es das menschliche Drama. Eine Frau, die merkt, dass ihr Mann sie betrügt, ein Junge, der von anderen gemobbt wird, eine Liebende, die den Tod ihrer Freundin kaum ertragen kann.

Corona verzögert die Dreharbeiten

Die Dreharbeiten hätten bereits Mitte 2019 beginnen sollen, wurden aber verschoben, weil Simon Kinberg noch mit seinem Film The 355 beschäftigt war. Sie begannen Ende 2019, doch als wenig später die Covid-19-Krise zuschlug und weltweit nach und nach alle Produktionen einen Zwangsstopp einlegen mussten, traf es auch Infiltration. Erst ein paar Monate später ging es weiter.

2021 Apple TV 4K (32GB)

Mitte März 2021 waren die Dreharbeiten dann abgeschlossen, wie Shiori Kutsuna auf Instagram bekannt gab: "Ein Jahr und fünf Monate, nachdem wir im Oktober 2019 mit den Dreharbeiten begonnen haben, ist eine der längsten und herausforderndsten Erfahrungen meines Lebens zu Ende gegangen. Wir haben in vier Ländern gedreht und das während einer Pandemie, was nicht gerade leicht war, aber nach vielen Diskussionen, Anpassungen und enger Kooperation haben wir es geschafft."

Ein langsamer Start

Die ersten drei Folgen hat Apple TV+ freigeschaltet. Es ist gut, dass gleich drei Folgen präsentiert werden, denn Infiltration fängt relativ langsam an. Die erste Folge ist fast ausschließlich der Figurenvorstellung vorbehalten - die mysteriösen Elemente bleiben hier noch sehr stark im Hintergrund.

Mit der zweiten Folge wird eine weitere Hauptfigur eingeführt. Der Erzählrhythmus ist durchaus in Ordnung, das Hin- und Herspringen zu den verschiedenen Orten und Protagonisten ist gut. Aber man kann auch nicht umhin zu attestieren, dass der Anfang schon recht gemächlich ausgefallen ist. Im Grunde hätte man das, was in den ersten drei Folgen zu sehen ist, auch locker in einer, höchstens zwei unterbringen können. Und: Der Originaltitel Invasion ist angesichts der Erzählweise sicherlich korrekter als Infiltration, das etwas gänzlich anderes bedeutet.

Würde man die Serie mit einem Film vergleichen, entsprechen die ersten drei Folgen wohl der ersten halben Stunde eines Films - sie sind nur der Anfang. Entsprechend ist schwer zu sagen, wie sich die Serie entwickeln wird. Eins ist aber klar: Die persönlichen Dramen, die bisher geboten wurden, sind durchaus solide, aber sicherlich nicht der Grund, Infiltration einzuschalten. Die Ereignisse müssen sich in den kommenden Folgen schneller entfalten und auf den faszinierendsten Aspekt der Geschichte kommen: wie die Menschen auf die außerirdische Invasion reagieren.

Die ersten drei Folgen von Infiltration sind seit dem 22. Oktober 2021 bei Apple TV+ zu sehen. Ab kommenden Freitag wird es immer freitags eine neue Episode geben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Kr1Sk 01. Nov 2021 / Themenstart

Ja. Aber gut sieht sie aus :)

robinx999 27. Okt 2021 / Themenstart

Naja ich fand es eigentlich recht interessant bei dem Mandalorian die Diskussionen auf...

Leviosa 26. Okt 2021 / Themenstart

Da haste wohl Recht, hab da aber einiges übersprungen der und seine Frau haben mich nur...

Sil53r Surf3r 25. Okt 2021 / Themenstart

Gute Einstufung. - Obwohl ich Apple-Nutzer bin, hatte ich um -TV einen weiten Bogen...

psyemi 25. Okt 2021 / Themenstart

Ich hasse es wenn sie im deutschen meinen Dinge zu übersetzen was im original nicht...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Geforce Now (RTX 3080) im Test
1440p120 mit Raytracing aus der Cloud

Höhere Auflösung, mehr Bilder pro Sekunde, kürzere Latenzen: Geforce Now mit virtueller Geforce RTX 3080 ist Cloud-Gaming par excellence.
Ein Test von Marc Sauter

Geforce Now (RTX 3080) im Test: 1440p120 mit Raytracing aus der Cloud
Artikel
  1. Encrochat-Hack: Damit würde man keinen Geschwindigkeitsverstoß verurteilen
    Encrochat-Hack
    "Damit würde man keinen Geschwindigkeitsverstoß verurteilen"

    Der Anwalt Johannes Eisenberg hat sich die Daten aus dem Encrochat-Hack genauer angesehen und viel Merkwürdiges entdeckt.
    Ein Interview von Moritz Tremmel

  2. SpaceX: Starlink testet Satelliteninternet in Flugzeugen
    SpaceX
    Starlink testet Satelliteninternet in Flugzeugen

    Bald dürften mehrere Flugesellschaften Starlink-Service anbieten. Laut einem Manager soll es so schnell wie möglich gehen.

  3. Gigafactory Grünheide: Tesla rekrutiert hauptsächlich regionale Arbeitskräfte
    Gigafactory Grünheide
    Tesla rekrutiert hauptsächlich regionale Arbeitskräfte

    Entgegen den Befürchtungen der Gegner profitieren vor allem Berlin und Brandenburg von Teslas neuer Fabrik in Brandenburg.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gaming-Monitore zu Bestpreisen (u. a. Samsung G9 49" 32:9 Curved QLED 240Hz 1.149€) • Spiele günstiger: PC, PS5, Xbox, Switch • Zurück in die Zukunft Trilogie 4K 31,97€ • be quiet 750W-PC-Netzteil 87,90€ • Cambridge Audio Melomonia Touch 89,95€ • Gaming-Stühle zu Bestpreisen [Werbung]
    •  /