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Inferenz statt Boni: Rechenleistung wird zur vierten Säule für Vergütungspakete

Bewerber fragen bei US-Tech-Unternehmen immer häufiger, welches Budget an KI -Rechenleistung ihnen zugestanden wird.
/ Mike Faust
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KI-Rechenleistung wird einen immer größeren Teil der Personalkosten ausmachen. (Bild: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS / AFP via Getty Images)
KI-Rechenleistung wird einen immer größeren Teil der Personalkosten ausmachen. Bild: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS / AFP via Getty Images

Neben dem Gehalt, Bonuszahlungen und Unternehmensanteilen kommt in Bewerbungsgesprächen bei Silicon-Valley-Unternehmen vermehrt ein vierter Kostenpunkt zur Sprache. Wie Business Insider (BI) berichtet(öffnet im neuen Fenster) , fragen Bewerber immer häufiger nach dem ihnen zur Verfügung stehenden Budget für KI-Rechenleistung.

Thibault Sottiaux, Entwicklungsleiter bei Codex, dem KI-Codierungsdienst von OpenAI, sagte laut BI: "Ich werde in Bewerbungsgesprächen immer häufiger gefragt, wie viel dedizierte Inferenz-Rechenleistung sie mit Codex selbst entwickeln können." Das sei ein Zeichen dafür, dass KI-Rechenleistung immer knapper und wertvoller werde, fügte er hinzu.

"Die verfügbare Inferenz-Rechenleistung wird zunehmend die Gesamtproduktivität von Software beeinflussen" , äußerte der Präsident von OpenAI, Greg Brockman. Das verändere auch die Sichtweise von Ingenieuren auf ihre Arbeit und ihre Bezahlung, heißt es weiter.

KI-Einsatz wird zum Anteil an Personalkosten

Neben einem hohen Gehalt und attraktiven Aktienoptionen könnte der Zugang zu KI daher bald ebenso wichtig sein, da ein Programmierer ohne Zugang zu entsprechender Rechenleistung im KI-Zeitalter weniger Software produzieren und damit seine Karrierechancen gefährden könne, so BI.

Auch Investoren beobachten diese Entwicklung und sehen, dass Unternehmen KI-Rechenleistung in Form von Token faktisch als vierte Komponente der Vergütung für Softwareentwickler einführen. Für CFOs führt diese Entwicklung dazu, dass sie die Inferenzkosten genauso im Blick haben müssen wie Personalkosten.

Laut BI wird geschätzt, dass zukünftig etwas mehr als 20 Prozent der Personalkosten auf den Einsatz von KI zurückzuführen sein könnten. Diese Ausgaben müssten sich daher auch in der Produktivität der Angestellten widerspiegeln, um gerechtfertigt zu sein.

Eine Untersuchung europäischer Unternehmen ergab, dass die Arbeitsproduktivität durch den Einsatz von KI gesteigert werden konnte , allerdings nur um vier Prozent.


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