Ineffizienz und Selbstsabotage: John Carmack verlässt Meta

Der Mitbegründer von id Software und Miterfinder von Doom hat Meta am Freitag offiziell verlassen, wie aus einem internen Memo hervorgeht, das Business Insider(öffnet im neuen Fenster) vorliegt und von der New York Times(öffnet im neuen Fenster) bestätigt wurde.
In seiner Abschiedsnachricht wetterte Carmack gegen die lähmende Ineffizienz bei Meta und beschuldigte das Unternehmen, sich ständig selbst zu sabotieren und Ressourcen zu vergeuden. Er beklagte auch, dass er es als "Kampf" empfunden habe, die allgemeine Richtung von Meta zu beeinflussen und dass er "des Kampfes überdrüssig" sei. "Wir haben eine wahnsinnig große Zahl an Mitarbeitern und Ressourcen, aber wir sabotieren uns ständig selbst und vergeuden unsere Kräfte."
In seiner Meta Connect Keynote im Oktober sprach John Carmack über seine internen Bemühungen, die Entwicklung eines "superbilligen, superleichten" Meta VR-Headsets voranzutreiben, das "250 Dollar und 250 Gramm" kosten bzw. wiegen könnte. Er betonte, dass es wichtig sei, ein VR-Headset anzubieten, das für eine breitere Bevölkerung erschwinglich ist, insbesondere für diejenigen, die sich derzeit noch nicht leisten können, in die Technologie einzusteigen.
Leider habe Meta seine jüngsten VR-Hardware-Bemühungen stattdessen auf das stark überdesignte und 1.500 Dollar teure Quest Pro konzentriert, während das billigere, leichtere Headset auf der Strecke geblieben sei. Carmack betonte jedoch, dass er weiterhin versuchen werde, das Headset zu entwickeln und zu veröffentlichen. "Wir bauen dieses Headset heute nicht, aber ich versuche es weiter" , sagte er während der Keynote laut einem Bericht von Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) etwas verzweifelt.
Es sei schade, dass Meta sich entschieden habe, seine Ressourcen in ein teureres Headset zu investieren, anstatt sich auf ein erschwinglicheres Modell zu konzentrieren, das möglicherweise eine größere Anzahl von Menschen in die VR-Welt einführen könnte, so Carmack.
Nachtrag vom 18. Dezember 2022, 21:46 Uhr
Mittlerweile hat Carmack sein eigentlich internes Memo veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) .



