Indy Autonomous Challenge: Rennwagen ohne Fahrer bei autonomem Rennen in Las Vegas

Beim Rennen Indy Autonomous Challenge gewann Team Polimove aus Mailand. Die Forscher der TU München belegten den zweiten Platz und erreichten bis zu 270 km/h.

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Team Polimove
Team Polimove (Bild: Indy Autonomous Challenge)

Bei der Autonomous Challenge in Las Vegas erreichte Team Polimove mit einem per KI gesteuerten Rennwagen den ersten Platz. Den zweiten Platz belegte das Team der Technischen Universität München. Die Rennwagen waren nicht mit menschlichen Fahrern besetzt, stattdessen steuerte ein Computer die bis zu 270 km/h schnellen Fahrzeuge, die auch Überholmanöver durchführten.

"Wir sind alle extrem zufrieden mit dem Ergebnis" sagte Professor Markus Lienkamp, Inhaber des Lehrstuhls für Fahrzeugtechnik. "Wir konnten bei diesem Rennen zeigen, was unser autonomes Fahrzeug im Zusammenspiel mit anderen Fahrzeugen bei solchen extrem hohen Geschwindigkeiten leisten kann. Wir sind noch nie so schnell gefahren wie heute."

Bei dem Rennen traten fünf universitäre Teams gegeneinander an. Den zweiten Platz erklärten die Münchner Forscher so: "Zunächst haben wir uns an das gegnerische Fahrzeug rangetastet und sind kontrollierte Überholmanöver gefahren. Dann haben wir die Geschwindigkeit Stück für Stück erhöht. Beim Zusammenspiel aus Wahrnehmung, Bewegungsplanung und Regelung kam es dadurch allerdings zu kleineren Problemen, die in Summe zur Überschreitung des Limits geführt und das Fahrzeug dann letztlich aus der Bahn gebracht haben", sagte Teamleiter Phillip Karle.

Die Forschungsarbeiten aus München werden als Open Source zur Verfügung gestellt, teilte die Universität mit. Zudem wurde die Software-Firma Driveblocks ausgegründet, um eine kommerzielle Verwertung zu ermöglichen.

Die Mannschaft der TU München ging in Las Vegas als Titelverteidiger ins Rennen. Denn im Oktober 2021 waren die Teams schon einmal in Indianapolis aufeinander getroffen: Bei der Indy Autonomous Challenge zählt allerdings allein die höchste gefahrene Geschwindigkeit. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 218 km/h errangen die Münchener Forscher damals den Sieg und erhielten eine Million US-Dollar Preisgeld. Diesmal gab es nur 50.000 US-Dollar.

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DrZoidborg 11. Jan 2022

Kein E-Auto, sondern 4-Zylinder Turbo Motor mit Halbautomatischem Getriebe..

User_x 10. Jan 2022

Das wird aber ein Durchlauferhitzer für Geschäftsführer werden. Denn bei einem Schaden...

User_x 10. Jan 2022

Denn soweit die RC Szene es Vermitteln kann, träumt man bei jedem Spielzeug eigentlich...

Myxin 10. Jan 2022

Werden dann bald die Programmierer wie Stars gefeiert, wenn sie Weltmeister geworden...



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