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Industriepolitik: Trump kündigt Regierungsbeteiligung an Intel an

Donald Trump kündigte an, dass die USA eine zehnprozentige Beteiligung am angeschlagenen Halbleiter-Konzern Intel übernehmen wird
/ Andreas Donath
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Intel-Logo (Bild: Pexels)
Intel-Logo Bild: Pexels

Die USA werden 10 Prozent von Intel übernehmen. In einer Pressekonferenz im Weißen Haus erklärte US-Präsident Donald Trump, dass Intel CEO Lip-Bu Tan der Vereinbarung zugestimmt habe, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster).

Umwandlung der CHIPS-Act-Zuschüsse in Eigenkapital

Die Regierungsbeteiligung wird durch die Umwandlung bestehender Fördergelder aus dem CHIPS and Science Act(öffnet im neuen Fenster) von 2022 in Unternehmensanteile realisiert. Intel erhielt bereits etwa 2,2 Milliarden US-Dollar der zugesagten 7,8 Milliarden US-Dollar aus dem Förderprogramm. Bei Intels aktuellem Marktwert würde eine 10-Prozent-Beteiligung etwa 10,5 Milliarden US-Dollar wert sein.

Handelsminister Howard Lutnick kritisierte die bisherige Förderpolitik der Biden-Regierung als kostenlose Geldvergabe und lobte Trumps Ansatz, staatliche Hilfen in Eigenkapitalbeteiligungen umzuwandeln.

Positive Börsenreaktion und weitere Investoren

Die Aktie von Intel stieg nach Trumps Ankündigung um etwa 7 Prozent. Parallel investiert der japanische Technologiekonzern SoftBank 2 Milliarden US-Dollar in Intel(öffnet im neuen Fenster), was SoftBank zum fünftgrößten Aktionär macht.

Strategische Bedeutung für die USA

Die staatliche Beteiligung unterstreicht Trumps Strategie, die heimische Halbleiterproduktion zu stärken und die Abhängigkeit von asiatischen Herstellern zu reduzieren. Intel ist das einzige US-Unternehmen mit der Fähigkeit, modernste Chips auf US-amerikanischem Boden zu produzieren, während der Großteil der weltweiten Halbleiterproduktion derzeit in Taiwan stattfindet.

Trump deutete an, ähnliche Deals mit anderen Unternehmen in kritischen Industriezweigen anzustreben, was eine neue Ära staatlicher Industriepolitik einläuten könnte. Die Regierung plant jedoch, sich nicht aktiv in die Unternehmensführung einzumischen und keine Sitze im Aufsichtsrat zu beanspruchen.


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