Industrie: Ford braucht 40 Prozent weniger Arbeiter für E-Autos
Ford-Chef Jim Farley soll einem Bericht von CleanTechnica(öffnet im neuen Fenster) zufolge mitgeteilt haben, dass das Unternehmen für den Bau von Elektroautos etwa 40 Prozent weniger Arbeitskräfte brauche als für die Produktion von Verbrennerfahrzeugen. In Elektroautos befänden sich nun einmal keine Abgastechnik und keine hochkomplexen Motoren mit ihren Nebenaggregaten, die aus vielen Teilen bestehen.
Ford soll deshalb wieder zu einer stärkeren vertikalen Integration gebracht werden. Das bedeutet mehr aufeinanderfolgende Verarbeitungsstufen und weniger zugelieferte Produkte. Anders ausgedrückt: Ford will wieder mehr Teile des Autos selbst produzieren.
Interessanterweise will Farley Ford-Mitarbeiter deshalb nicht entlassen, sondern umschulen, damit sie weiterhin für Ford in der Produktion tätig sein können.
Dem Bericht nach sagte Farley: "Wir müssen Insourcing betreiben, so dass jeder eine Rolle an diesem Wachstum hat."
Ford hat aktuell nur wenige Elektroautos im Programm
Ford will bis zum Jahr 2030 die Hälfte seiner Fahrzeuge mit Elektroantrieb ausrüsten. Das Problem: Derzeit hat Ford kaum elektrische Fahrzeuge im Sortiment.
Die Traditionsmarke bietet aktuell drei Elektroautos an: Der Mustang Mach-E ist eine Neuinterpretation des Muscle Car aus den 1960ern, der Pick-up F-150 Lightning ist die elektrische Version von Fords Erfolgsmodell und der E-Transit ist ein elektrischer Transporter.
Ford war schon einmal da, wo das Unternehmen in gewisser Weise jetzt wieder hinsteuert: So besaß das Unternehmen am Anfang Wälder, Eisenminen, Kalksteinbrüche und sogar eine Kautschukplantage in Brasilien, um die Lieferkette zu kontrollieren.
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