Der Industrial Data Space ist föderal

Industrie 4.0, die Digitalisierung der Produktion, erfordert ein großes Maß an Datenaustausch: zwischen Herstellern, Zulieferern und Abnehmern, zwischen Maschinen und Werkstück.

  • I-Con: Der Container wird intelligent. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Container tauschen miteinander und mit anderen Stellen Daten über den Industrial Data Space aus. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Über ein spezielles Mobilgerät ist es möglich, mit den Containern zu kommunizieren. (Foto: Kurt Fuchs/Fraunhofer)
  • E-Paper statt Papier: Die Zolldokumente sollen künftig digital sein und auf einem E-Paper-Display angezeigt werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Cebit 2015: Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer übergibt Forschungsministerin Johanna Wanka das Konzept zum Industrial Data Space. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
E-Paper statt Papier: Die Zolldokumente sollen künftig digital sein und auf einem E-Paper-Display angezeigt werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
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Den Unternehmen soll die Vernetzung einen deutlichen Effizienzgewinn bringen. Beispiel Salzgitter AG: Wenn der Stahlkonzern wisse, wann das benötigte Material eintreffe, könne er seine Prozesse besser vorausplanen, sagte Unternehmenschef Heinz Jörg Fuhrmann auf der Cebit. Der Kunde wiederum könne sehen, in welchem Produktionsstadium sich seine Ware befinde und entsprechend den Transport organisieren. So ließen sich beispielsweise Lagerbestände verringern und Durchlaufzeiten verkürzen.

Die Daten gehören dem Unternehmen ...

Ein solcher Effizienzgewinn ist natürlich attraktiv. Andererseits gehören Daten ebenso zum Kapital eines Unternehmens wie seine Produktionsmittel. Die Vorstellung, die eigenen Daten anderen über das Internet zugänglich zu machen und sie dafür womöglich auch noch auf den Servern eines Cloud-Anbieters zu speichern, ist vielen Unternehmen nicht geheuer.

Der Industrial Data Space soll hier eine Alternative bieten: Er soll einen sicheren Austausch von relevanten Daten ermöglichen, ohne dass die Kommunikation abgehört oder gestört wird. Es wird nichts gespeichert, es gibt keinen Serverbetreiber, an den sich ein Geheimdienst oder eine Strafverfolgungsbehörde mit einem Beschluss zur Herausgabe von Daten wenden kann.

... und bleiben auf den eigenen Rechnern

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Vor allem: Das Unternehmen selbst behält die Kontrolle. Alle Daten liegen auf den eigenen Rechnern. Jedes Unternehmen entscheidet, welche Daten es mit Lieferanten oder Kunden teilen will, und es behält für sich, was vertraulich bleiben soll. "Die Souveränität der Daten bleibt bei den einzelnen Unternehmen. Das ist ein föderales System", resümiert ten Hompel.

Schon heute seien die Stahlwerke von Thyssen Krupp mit Kunden und Zulieferern vernetzt, sagt Reinhold Achatz, der Technikchef des Konzerns. Aber diese Vernetzung sei proprietär.

Der Industrial Data Space soll auch dieses Problem lösen: Die Plattform wird einheitliche Standards nutzen. Diese werden offen oder Open Source sein, denn die Initiatoren sind sich sicher, dass offene Standards wie beim Internet ein Erfolgsfaktor für den Industrial Data Space sein werden. Um Vertrauen unter den Beteiligten zu schaffen, wird sich jedes Unternehmen speziell zertifizieren lassen. Das Interesse der Unternehmen sei durchaus da, sagt Boris Otto, der das Fraunhofer-IML-Projekt leitet.

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 Industrie 4.0: Wenn die Fracht dem Frachter Vertrauliches erzähltInternationales Interesse am Industrial Data Space 
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QuoQuoRoots 30. Apr 2016

:-) Alleine beim Foto kam mir sofort die no-budget-Sci-Fi-Klassiker "Dark Star" in den...

Atalanttore 26. Apr 2016

Wo man als Privatmensch noch Datenschutz genießt, sind zukünftige Facharbeiter in der...

amie 22. Apr 2016

Das ist ja soooo 1990 wo bleibt denn hier der cloudgedanke?

YoungManKlaus 21. Apr 2016

boah ich kotz gleich.

blockchainman 20. Apr 2016

Jo, aber halt nicht über Firmen hinweg und ohne zentrale Datensammlung, wie es...


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