Die Fabrik der Zukunft ist nicht menschenleer

Er soll trotz der autonomen Technik auch weiterhin seinen Platz in der Produktion - und damit sein Auskommen - haben. "Wir stellen uns die Fabrik der Zukunft nicht menschenleer vor, wie man es in den 80ern gemacht hat mit dem Einzug der Roboter", sagt DFKI-Sprecher Heyer.

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Die Arbeiter werden nicht mehr am laufenden Band Schrauben festziehen - das machen ja die Maschinen. Das Personal in der Fabrik der Zukunft werde die Maschinen warten, Prozesse überwachen oder sie modifizieren. Dadurch stiegen die Anforderungen, sagt Heyer: Technik und Prozesse würden komplexer, und die Arbeiter müssten diese dann auch beherrschen.

Der Augmented Operator trägt Datenbrille

Aber auch dabei hilft die Technik: Aus dem Schraubenfestzieher wird ein Augmented Operator. Er nutzt ein mobiles Endgerät - Smartphone oder Tablet - oder trägt gleich eine Datenbrille wie Google Glass. Darüber erhält er Informationen, die er für seine Arbeit benötigt.

Er kann sich aktuelle Daten über eine Maschine anzeigen lassen, um diese zu kontrollieren. Oder er erhält eine Fehlermeldung und kann den Fehler mit Hilfe einer Augmented-Reality-Anwendung beheben: Sie zeigt ihm die Fehlerquelle und gibt Handlungsanweisungen, etwa wo ein defektes Teil sitzt, wie er es repariert oder austauscht.

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So weit die Zukunftsvision. Um diese umzusetzen, müssen allerdings noch einige Voraussetzungen erfüllt werden. Da sind zum einen Standards und Schnittstellen - physische, um die Module miteinander zu verbinden, aber auch IT-Schnittstellen, damit die Komponenten untereinander und mit den Computern kommunizieren können. Diese sollten möglichst offen und global gültig sein. Daran wird gearbeitet.

Um die Daten mit geringen Latenzen übertragen zu können, ist zudem eine flächendeckende Breitbandinfrastruktur nötig. Die fehlt aber: In einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bezeichnete ein knappes Drittel der befragten Unternehmen das unzureichende Breitbandinternet als Hindernis für die Vernetzung.

Industrie 4.0 versus Netzneutralität

"Wir müssen die Reaktionszeit von Datenverbindungen deutlich verkürzen", sagte auch Reimund Neugebauer, Leiter der Fraunhofer-Gesellschaft, im Februar im Gespräch mit dem Handelsblatt. Deshalb, so forderte ein Vertreter des Branchenverbandes Bitkom bei einer Pressekonferenz auf der Cebit, sei es notwendig, für Industrie 4.0 Netzmanagement und priorisierte Dienste einzuführen.

Und schließlich: neue Geschäftsmodelle. Hier fehlt es deutschen Unternehmen noch an Ideen. Das können US-Unternehmen derzeit besser. Grund zur Sorge scheint es aber nicht zu geben. Die Bereitschaft der Unternehmen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sei "in den letzten sechs Monaten exorbitant gestiegen", sagt Seidelmann.

Jede Woche informierten sich mehrere Unternehmen beim Fraunhofer IPA darüber. Viele seien Maschinen- und Anlagenhersteller. Es seien aber auch Endkunden darunter, die wissen wollten, was sie damit machen könnten. Experten sehen die deutsche Wirtschaft in einer guten Ausgangsposition für die Industrie 4.0.

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Cok3.Zer0 12. Mai 2015

Bei der Platinenherstellung gibt es bereits Losgröße Eins, man kann individuell...

mich 11. Mai 2015

Das klingt ungefähr, als würdest du sagen "Brötchen sind out - Backwaren sind...

deadeye 08. Mai 2015

Mit einer Schraube wird das kaum realisierbar sein. Nimm irgendein Produkt, dass z.B...

Booth 08. Mai 2015

Dazu der passende Mini-Film auf Youtube, der das ganze noch viel drastischer und...



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