Maschinen sammeln Daten

Die Maschinen sind deshalb nicht nur mit Aktoren, sondern auch mit Sensoren ausgestattet, die ständig Daten über ihren Zustand sammeln. So kann sich die Maschine etwa melden, wenn eine Wartung nötig ist oder wenn einem Teil ein Defekt droht und ein Austausch einen Schaden verhindern kann.

Stellenmarkt
  1. SAP Inhouse Consultant (m/w/d)
    Amprion GmbH, Dortmund
  2. Softwareentwickler (m/w/d) Embedded Systems
    Arburg GmbH & Co. KG, Loßburg
Detailsuche

Nutzungsdaten eines Geräts oder einer Maschine kann der Hersteller dazu verwenden, das Produkt an die Kundenbedürfnisse anzupassen oder zu verbessern. Der Hersteller eines Werkzeugs, etwa einer Bohrmaschine, weiß nur wenig darüber, wie das Gerät beim Handwerker eingesetzt wird. Funktioniert die Maschine nicht richtig, beschwert sich der Endkunde am ehesten beim Händler, der diese Informationen jedoch selten an den Hersteller weitergibt.

Produzent bietet Kunden passende Produkte

Bekommt der Hersteller jedoch Daten direkt aus der Bohrmaschine, weiß er, wie oft und mit welcher Last sie eingesetzt wird, und kann die Bohrmaschine so den Bedürfnissen der Handwerker entsprechend anpassen. Der Nutzer wird also in den Entwicklungsprozess mit einbezogen. "Wenn ich über den Kunden Bescheid weiß, kann ich ihm die für ihn passenden Produkte anbieten", sagt Seidelmann. Wer die Daten aggregiert, aufbereitet und richtig nutzt, hat einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Allerdings ist die Vorstellung gewöhnungsbedürftig, dass ein Produkt - sei es eine Bohrmaschine, eine Anlage in der Fabrik oder auch das eigene Auto - ständig Daten nach Hause funkt. "Natürlich will das jetzt erst einmal keiner von uns preisgeben. Aber das hat auch einen Mehrwert für mich: Ich muss mir nicht viele Gedanken machen - das System schlägt mir das für mich passende Produkt vor", sagt Seidelmann. "Das muss man abwägen."

Daten bedeuten Wertschöpfung

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Eine Gefahr für die Privatsphäre ist die eine Seite. Die andere ist: Was passiert mit den Daten? Wem gehören sie? Schiebt sich etwa zwischen den Anlagenhersteller und seinen Kunden ein drittes Unternehmen, das die Daten von den Maschinen aggregiert, dann weiß dieses besser, was der Fabrikbetreiber braucht, als der Anlagenhersteller - und macht dessen Geschäft. "Wer die Hoheit über die Daten hat, dem wird mittelfristig ein Großteil der Wertschöpfung gehören", sagt Seidelmann.

Das sei durchaus eine Gefahr für den Maschinen- und Anlagebau hierzulande, sagt der Fraunhofer-Forscher. Es gebe dafür noch keine endgültigen Konzepte. Einige Unternehmen reagieren schon: Das Ditzinger Unternehmen Trumpf etwa, ein Hersteller von Werkzeugmaschinen, hat kürzlich angekündigt, eine eigene Cloud aufzubauen. Auch die Fraunhofer-Gesellschaft hat ein Konzept für eine sichere Datenplattform ausgearbeitet, den Industrial Data Space. Vorgestellt wurde es auf der Cebit dieses Jahr im Beisein von Johanna Wanka, der Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Und was wird aus Charlie, dem Tramp aus Moderne Zeiten in der Industrie 4.0?

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Automatische Fabrik stellt Visitenkartenetuis herDie Fabrik der Zukunft ist nicht menschenleer 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Victorian Big Battery
Tesla-Speicher brannte vier Tage lang

Viel Aufwand war nötig, um das brennende Akku-Modul zu löschen.

Victorian Big Battery: Tesla-Speicher brannte vier Tage lang
Artikel
  1. Windows 365: Der mietbare Cloud-PC mit Windows kann bestellt werden
    Windows 365
    Der mietbare Cloud-PC mit Windows kann bestellt werden

    Microsoft startet mit Windows 365 und gibt Preise für den Cloud-PC bekannt. Die VMs sollen wie physische Windows-PCs funktionieren.

  2. Android: Googles Tensor-SoC ist eine halbe Mogelpackung
    Android
    Googles Tensor-SoC ist eine halbe Mogelpackung

    Für seinen ersten eigenen Smartphone-Chip liefert Google ausschließlich Erwartbares und dämpft damit sämtliche Hoffnungen an besseren Support und gute Linux-Treiber.
    Ein IMHO von Sebastian Grüner

  3. Apple-Tastatur: Magic Keyboard mit Touch ID jetzt ohne iMac erhältlich
    Apple-Tastatur
    Magic Keyboard mit Touch ID jetzt ohne iMac erhältlich

    Apple verkauft das Magic Keyboard mit Fingerabdruckscanner Touch ID nun auch einzeln - mit und ohne Ziffernblock.

Cok3.Zer0 12. Mai 2015

Bei der Platinenherstellung gibt es bereits Losgröße Eins, man kann individuell...

mich 11. Mai 2015

Das klingt ungefähr, als würdest du sagen "Brötchen sind out - Backwaren sind...

deadeye 08. Mai 2015

Mit einer Schraube wird das kaum realisierbar sein. Nimm irgendein Produkt, dass z.B...

Booth 08. Mai 2015

Dazu der passende Mini-Film auf Youtube, der das ganze noch viel drastischer und...



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Speicherwoche bei Saturn Samsung • C27RG54FQU, 27 Zoll, curved 203,55€ • Bosch Professional Werkzeuge und Messtechnik • Samsung Galaxy Vorbesteller-Aktion • Speicherwoche bei Media Markt • 15% auf Xiaomi-Technik • Hisense UHD-Fernseher • Saturn: 1 Produkt zahlen, 2 erhalten [Werbung]
    •  /