Induktives Laden: Elektrofähre in Norwegen lädt drahtlos

Wie lädt eine Elektrofähre ihren Akku, wenn sie rund um die Uhr im Einsatz ist und nur für zwei Minuten anlegt? Ein deutsches Unternehmen hat für das Schiff, das Passagiere in Fredrikstad in Norwegen befördert, ein System zur drahtlosen Übertagung von Strom entwickelt.

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Elektrofähre in Frederikstad: 112 Sekunden laden
Elektrofähre in Frederikstad: 112 Sekunden laden (Bild: IPT Technology)

Drahtloses Laden für eine Elektrofähre: In Norwegen ist ein induktives Ladesystem für eine Elektrofähre in Betrieb genommen worden. Es versorgt das Schiff während seiner kurzen Stopps mit Strom.

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Die Fähre, die 50 Personen befördern kann, ist in Fredrikstad im Einsatz, einer Stadt im Süden von Norwegen, auf dem Fluss Glomma. Die Fahrt ist zwar nicht sehr lang, aber dafür ist das 15 Meter lange Schiff im Dauereinsatz. Sechsmal in der Stunde überquert es den Fluss, rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Dabei bleibt nicht viel Zeit zum Laden, also auch nicht, um mit Kabeln zu hantieren.

Das deutsche Unternehmen IPT Technology entwickelte für die Fähre ein induktives Ladesystem, mit dem das Schiff bei seinen kurzen Stopps Strom tanken kann. Es besteht aus zwei Ladeplatten mit Spulen - eine an Land, eine im Rumpf des Schiffes. Zum Laden wird die landseitige Platte dicht an die schiffsseitige Platte gebracht. Geladen wird mit einer Leistung rund 100 Kilowatt.

Durchschnittlich bleiben dem Schiff zum Laden laut IPT Technology 112 Sekunden, bei denen jeweils etwa zwei Kilowattstunden geladen werden. Über den Tag kommen 145 Stopps zusammen. Das reicht, um den Ladestand des Akkus bei etwa 72 Prozent zu halten.

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Aktuell wird das System noch vom Kapitän von der Brücke aus bedient. Es soll laut Hersteller in Zukunft aber automatisiert funktionieren. Es sei für Passagiere und Besatzung ungefährlich und könne bei jedem Wetter genutzt werden.

Das finnische Unternehmen Wärtsilä hatte 2017 ein solches Ladesystem für eine Fähre mit Hybridantrieb in Norwegen installiert. IPT Technology baut induktive Ladesysteme auch für Autos und Busse. Letztere setzen unter anderem die Verkehrsbetriebe von London, Madrid und Utrecht ein.

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