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Induktives Laden: Apples Magsafe wird Teil von Qi2

CES 2023
Mit magnetischer Fixierung sollen Geräte effizienter und mit höherer Leistung drahtlos laden. Erste Qi2-Geräte sollen noch 2023 erscheinen.
/ Johannes Hiltscher
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Bald auch für Android-Smartphones: Magnetisch fixierte induktive Ladegeräte (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bald auch für Android-Smartphones: Magnetisch fixierte induktive Ladegeräte Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Unter dem Namen Magsafe verbaut Apple seit dem iPhone 12 Magneten, um ein induktives Ladegerät bestmöglich auf der Empfangsspule des Smartphones zu platzieren. Die Technik sollen bald auch Geräte anderer Hersteller nutzen können: Paul Struhsaker, Leiter des Wireless Power Consortium (WPC), enthüllte auf der CES 2023(öffnet im neuen Fenster) , dass Magsafe die Grundlage einer neuen, zweiten Version des Qi-Ladestandards sein wird. Dort wird es als Magnetic Power Profile eingeführt.

Das WPC entwickelt und verwaltet mit seinen Mitgliedern, darunter Apple, den Qi-Standard. Eines der aktuellen Ziele ist es, die übertragbare Leistung zu erhöhen, um etwa Smartphones schneller laden zu können. Dafür müssen allerdings die Senderspule im Ladegerät und die Empfängerspule im Smartphone optimal übereinander liegen. Nur dann kann das erzeugte elektromagnetische Feld seine Leistung voll in die Empfängerspule übertragen. Liegen Sender und Empfänger versetzt, entweicht ein Teil des Feldes und damit der von ihm übertragenen Energie. Dieses Problem kennt Apple von seinem 2019 eingestellten Ladesystem Airpower .

Positiver Nebeneffekt einer guten Spulenausrichtung: Die Energieübertragung wird effizienter, da die Empfängerspule maximal vom elektromagnetischen Feld durchströmt ist. Neben dem Magnetic Power Profile bekommt Qi2 eine weitere Neuerung. Der Standard wird keine ebenen Oberflächen für Gerät und Ladegerät mehr vorschreiben. Aktuell müssen die Ladespulen flach sein, diese Beschränkung soll wegfallen, so dass mehr Geräte dem Standard entsprechen.

Erste Geräte noch 2023

Fertig ist der Qi2-Standard allerdings noch nicht, er soll im Laufe des Jahres 2023 fertiggestellt werden und dann seinen Vorgänger ersetzen. Erste Geräte sollen dann noch vor Weihnachten in den Handel kommen. Qi2 bedeutet allerdings nicht automatisch schnelleres Laden. Höhere Ladeleistungen und damit Feldstärken werden voraussichtlich dem Magnetic Power Profile vorbehalten sein.

Wird ein Gerät wie bislang beliebig etwa auf einer Ladematte platziert, dürfte die Ladeleistung reduziert werden. Die Pressemeldung verspricht daher auch zurückhaltend nur "schnelleres Laden für einige Geräte" . Auch ist vorerst nur mit einer moderaten Leistungssteigerung zu rechnen, Qi2 soll "den Weg ebnen für signifikante künftige Steigerungen der Geschwindigkeit drahtlosen Ladens" .


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