• IT-Karriere:
  • Services:

Inductrack: Hyperloop schwebt ohne Strom

Hyperloop schwebt magnetisch, aber nicht wie Maglev oder Transrapid: Das US-Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies setzt eine passive Schwebetechnik ein, die einige Vorteile hat.

Artikel veröffentlicht am ,
Hyperloop: keine Elektromagnete, keine supraleitenden Magnete
Hyperloop: keine Elektromagnete, keine supraleitenden Magnete (Bild: HTT/Screenshot: Golem.de)

Magnetisches Schweben ohne Strom: Der Rohrpostzug Hyperloop wird passiv in der Schwebe gehalten. Das US-Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies (HTT) nutzt eine Technik, die vor einigen Jahren am Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) entwickelt wurde.

Stellenmarkt
  1. DMK E-BUSINESS GmbH, Chemnitz, Potsdam, Köln
  2. Vodafone GmbH, Düsseldorf

Die Kapsel des Hyperloop soll durch ein Magnetfeld in der Schwebe gehalten werden, das von starken Permanentmagneten erzeugt wird. Die Magnete werden in einem Halbach-Array angeordnet. Dabei sind die Magnete in einer bestimmten Weise gegeneinander gekippt. Der Effekt ist, dass auf der einen Seite das Magnetfeld verstärkt wird, es auf der anderen hingegen fast aufgehoben ist.

Die Schienen stoßen den Zug ab

In die Trasse, über der die Kapsel schwebt, sind Drahtspulen eingelassen. Auch diese Komponente ist passiv, also ohne Stromversorgung. Bewegt sich die Kapsel mit den Permanentmagneten über diese Schiene, fließt in den Spulen ein elektrischer Strom. Dieser wiederum erzeugt ein elektromagnetisches Feld, das die Permanentmagnete abstößt, also den Zug vorwärtsbewegt.

Inductrack heißt diese Magnetschwebetechnik, die einige Vorteile gegenüber der Technik hat, die beim chinesischen Maglev oder bei Transrapid eingesetzt wird: Sie braucht keine Elektromagnete, die Strom benötigen, oder supraleitende Magnete, die gekühlt werden müssen. Das macht das System weniger komplex. Die Schienen können aus Aluminium statt aus Kupfer gefertigt werden.

Inductrack wurde 2000 vorgestellt

Die Technik ist noch relativ jung: Das Halbach-Array wurde erstmals Anfang der 1970er Jahre beschrieben, damals unter dem Titel One-Sided Flux. Klaus Halbach, Physiker am Lawrence Berkeley National Laboratory, stellte den ersten Halbach-Array 1980 vor. Die darauf basierende Magnetschwebetechnik Inductrack stammt vom LLNL-Physiker Richard Post, der im vergangenen Jahr im Alter von 96 Jahren starb. Vorgestellt wurde Inductrack im Jahr 2000.

Er habe 2014 die Ehre gehabt, Post zu treffen, sagte HTT-Chef Dirk Ahlborn. "Für ihn passte das Transportsystem Hyperloop perfekt zu dieser Technik, und er freute sich sehr, dass sie Teil dieses Projekts wird."

General Atomics hat eine Inductrack-Teststrecke

Auch andere arbeiten mit dieser Technik: Das US-Unternehmen General Atomics entwickelt seit längerem an einem Inductrack-basierten Transportsystem. Eine 120 Meter lange Teststrecke wurde 2004 in Betrieb genommen.

Hyperloop ist ein Transportmittel, das Elon Musk konzipiert hat: Durch eine Röhre, in der ein weitgehendes Vakuum herrscht, sollen Kapseln mit einer Geschwindigkeit von 1.200 Kilometern pro Stunde flitzen. Sie können Passagiere oder Güter transportieren. Das Konzept stellte Musk quelloffen zur Verfügung.

Zwei Projekte arbeiten derzeit an der Umsetzung: HTT baut eine Strecke in Quay Valley, einer neuen Stadt in Kalifornien, und verhandelt mit der slowakischen Regierung über den Bau einer Strecke. Hyperloop Technologies baut eine Strecke in der Wüste von Nevada.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 18,69€
  2. 15,49€
  3. (-20%) 47,99€ (Release April 2021)

Mixermachine 12. Mai 2016

Da wird wohl immer eine Kapsel in die eine und eine Kapsel in die andere Richtung...

User_x 11. Mai 2016

die verkomplizieren das alles irgendwie? ...und 1200 km sind ja nur 300km mehr als ein...

FreiGeistler 11. Mai 2016

Nicht wirklich. Sondern über (Kaffee/) Kaskadenreaktion von Ionenkanälen. Vorteil: Kaum...

naxus 11. Mai 2016

Ist zwar nicht genau das gleiche Prinzip aber für die, die glauben man benötigt eine...

motzerator 10. Mai 2016

Die Firma kommt mir aus Fallout 4 so bekannt vor. :D http://fallout.wikia.com/wiki...


Folgen Sie uns
       


ANC-Kopfhörer im Vergleich

Wir haben Sonys neuen WH-1000XM4 bei der ANC-Leistung gegen Sonys alten WH-1000XM3 und Boses Noise Cancelling Headphones 700 antreten lassen.

ANC-Kopfhörer im Vergleich Video aufrufen
Serien & Filme: Star Wars - worauf wir uns freuen können
Serien & Filme
Star Wars - worauf wir uns freuen können

Lange sah es so aus, als liege die Zukunft von Star Wars überwiegend im Kino. Seit dem Debüt von Disney+ und dem teils schlechten Abschneiden der neuen Filme hat sich das geändert.
Von Peter Osteried

  1. Star Wars Disney und Lego legen Star Wars Holiday Special neu auf
  2. Star Wars Squadrons im Test Die helle und dunkle Seite der Macht
  3. Disney+ Erster Staffel-2-Trailer von The Mandalorian ist da

Differential Privacy: Es bleibt undurchsichtig
Differential Privacy
Es bleibt undurchsichtig

Mit Differential Privacy soll die Privatsphäre von Menschen geschützt werden, obwohl jede Menge persönlicher Daten verarbeitet werden. Häufig sagen Unternehmen aber nicht, wie genau sie das machen.
Von Anna Biselli

  1. Strafverfolgung Google rückt IP-Adressen von Suchanfragen heraus
  2. Datenschutz Millionenbußgeld gegen H&M wegen Ausspähung in Callcenter
  3. Personenkennziffer Bundestagsgutachten zweifelt an Verfassungsmäßigkeit

Oneplus 8T im Test: Oneplus gutes Gesamtpaket kostet 600 Euro
Oneplus 8T im Test
Oneplus gutes Gesamtpaket kostet 600 Euro

Das Oneplus 8 wird durch das 8T abgelöst. Im Test überzeugen vor allem die Kamera und die Ladegeschwindigkeit. Ein 8T Pro gibt es 2020 nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Bloatware Oneplus installiert keine Facebook-Dienste mehr vor
  2. Smartphone Oneplus 8 und 8 Pro bekommen Android 11
  3. Mobile Neues Oneplus-Smartphone für 200 US-Dollar erwartet

    •  /