IndoorAtlas: Mit dem Smartphone-Kompass in Gebäuden zurechtfinden
Der Kompass etwa in Android-Smartphones und iPhones könnte bald eine weitere wichtige Rolle bei der Navigation spielen. IndoorAtlas(öffnet im neuen Fenster), ein Spin-off-Unternehmen der finnischen Universität von Oulu, nutzt ihn, um herauszufinden, wo sich jemand in einem Gebäude befindet. Möglich sei das, da die Stahlmassen in Gebäuden zu Verzerrungen des irdischen Magnetfeldes führen.

"Jedes Gebäude, jedes Stockwerk und jeder Korridor erzeugen eine unverwechselbare magnetische Verzerrung, die zur Identifizierung eines Ortes und der Erstellung einer Karte genutzt werden kann", so Projektleiter Janne Haverinen.
Der IndoorAtlas nutze den Smartphone-Kompass zur Erkennung und Aufzeichnung dieser magnetischen Variationen, um das Gebäudeinnere zu kartographieren. Es sei nicht mehr nötig, WLAN-Hotspots oder andere Spezialsender für ortsbezogene Dienste in Gebäuden zu installieren.
Ausgewählte Anwendungsentwickler können den IndoorAtlas bereits für eigene Projekte nutzen, sofern sie sich erfolgreich für die frühe Teilnahme bewerben. Dann werden ihnen Indoor-Mapping-Tools, Softwarelizenzen und ein Cloud-basierter Mapping-Dienst zur Verfügung gestellt. Die zugehörige IndoorAtlas-API(öffnet im neuen Fenster) gibt es derzeit nur für Android, für iOS ist sie aber offenbar auch geplant.
Das Ziel der Uni-Ausgründung IndoorAtlas Limited ist eine weltweite Vermarktung der Technik(öffnet im neuen Fenster), mit finanzieller Beteiligung der Foundation for Finnish Inventions (Keksintösäätiö).
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