Individuelle Sitzanpassung: Porsche will Schalensitze mit 3D-Drucker erstellen

Der Bodyform-Vollschalensitz soll exakt an den Fahrer angepasst werden. Porsche plant für 2021 eine straßenzugelassene Version.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Detail des 3D-Drucks für den Sitz
Detail des 3D-Drucks für den Sitz (Bild: Porsche)

Porsche hat eine Konzeptstudie für einen Sitz vorgestellt, dessen Polsterteile aus dem 3D-Drucker stammen. Es soll eine Alternative zu klassischen Polsterungen von Schalensitzen sein. Der Kissen- und Lehnenspiegel soll gedruckt werden, wobei die Kunden zwischen drei Härtegraden wählen können. Im Motorsport ist es schon jetzt üblich, Sitzschalen individuell auf den Fahrer abzustimmen.

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Porsche hebt neben dem verbesserten Komfort auch das geringere Gewicht und die passive Klimatisierung hervor, denn der 3D-Druck-Bodyform-Vollschalensitz ist besonders perforiert. Der Sitz entsteht in Sandwich-Bauweise: Ein Grundträger aus expandiertem Polypropylen (EPP) wird mit einer atmungsaktiven Komfortschicht aus einem Materialmix auf Polyurethanbasis verklebt. Diese Komfortschicht stammt aus dem Drucker. Die Außenhaut besteht aus einem Stoffmaterial und ist perforiert. Dazu kommen Sichtfenster, die die filigrane Gitterstruktur zeigen.

Porsche plant, den Sitz ab Mai 2020 als Fahrersitz für die Modellreihen 911 und 718 im Renneinsatz anzubieten, wobei sämtliche Aussagen durch die Coronavirus-Krise kaum noch Bestand haben dürften. 2021 soll dann eine straßenzugelassene Version folgen.

3D-Druck ist im Automobilbereich vornehmlich im Prototypendesign angesiedelt. 2018 erregte ein Startup mit seiner Ankündigung Aufmerksamkeit, Teile eines Elektrofahrzeugs mit dem 3D-Drucker zu erzeugen. WE Solutions aus Hongkong wollte zusammen mit Shanghai Alliance Investment ein Werk zur Produktion von rund 10.000 Elektrofahrzeugen pro Jahr bauen. Die Technik sollte von der US-Druckerei Divergent 3D geliefert werden, an der WE Solutions beteiligt ist.

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