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Indien: Google und andere entfernen Inhalte von ihren Seiten

Nach der Drohung eines indischen Gerichts, ihre Seiten wie in China sperren zu wollen, haben 21 Internetunternehmen Inhalte, die in dem asiatischen Land als anstößig gelten, von ihren Seiten entfernt. Darunter sind auch Facebook , Google , Microsoft und Yahoo .
/ Werner Pluta
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Telekommunikationsminister Kapil Sibal: keine diffamierenden, aufrührerischen oder verunglimpfenden Inhalte (Bild: Adnan Abidi/ Reuters)
Telekommunikationsminister Kapil Sibal: keine diffamierenden, aufrührerischen oder verunglimpfenden Inhalte Bild: Adnan Abidi/ Reuters

Google, Facebook, Yahoo und eine Reihe weiterer westlicher Internetunternehmen haben bestimmte anstößige Inhalte aus ihren Angeboten in Indien entfernt. Sie seien damit einer Aufforderung eines Gerichts in Delhi nachgekommen, das gedroht hatte, die Angebote sonst zu sperren, berichtet die BBC(öffnet im neuen Fenster) .

Das oberste Gericht in Delhi hatte im Januar 2012 Facebook, Google, Microsoft und Yahoo aufgefordert, für ihre indischen Angebote entsprechende Mechanismen zu entwickeln. Andernfalls, so drohten die Richter, würden sie die Angebote sperren – "wie in China" .

Ende vergangenen Jahres hatte die indische Regierung ein Gesetz beschlossen, das Provider für die Inhalte auf ihren Servern verantwortlich macht. Diese müssen nach einer Beschwerde innerhalb von 36 Stunden entfernt werden. Im Dezember hatte sich Indiens Telekommunikationsminister Kapil Sibal mit Vertretern von Facebook, Google, Microsoft und Yahoo getroffen und von ihnen verlangt, Inhalte zu filtern . Die Unternehmen sollten die von Nutzern generierten Inhalte vor der Veröffentlichung prüfen und dafür sorgen, dass diffamierende, aufrührerische oder verunglimpfende Beiträge nicht erscheinen.

In einem Zivilprozess vor einem Gericht in der Hauptstadt Delhi hatte der Kläger vorgebracht, dass auf den Seiten von insgesamt 21 Unternehmen Inhalte zu finden seien, die den Islam beleidigten. Das Material könnte Unruhen auslösen, argumentierte der Kläger. Das Gericht in Delhi hat den etwa 20 Unternehmen jetzt 15 Tage Zeit gegeben, um darzulegen, wie sie dafür sorgen wollen, dass anstößige Inhalte von den Seiten verschwinden.


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