Lunacid, Mosa Lina und Ancient Warfare 3

Lunacid: Hommage an die Playstation-2-Ära

Die Werke des US-Einzelentwicklers Akuma Kira sind Liebeserklärungen an große Konsolenklassiker der Playstation-2-Ära. Bei seinem 2018 veröffentlichten Horrorspiel Lost in Vivo ist offensichtlich Silent Hill das Vorbild.

Beim 2023 erschienenen Lunacid hingegen diente die weniger bekannte King's-Field-Reihe des japanischen Studios From Software als Inspiration. Dass die frühe Rollenspielserie der Macher von Dark Souls und Elden Ring ihren eigenen Reiz hatte, zeigt die Hommage, ein First-Person-Fantasy-Rollenspiel mit großartiger Atmosphäre und jeder Menge zu entdecken.

In einer unterirdischen Welt ist man in Lunacid auf der Suche nach einem Ausweg an die Erdoberfläche; im Weg stehen Monster und viele Gefahren. Die stimmige Retro-Grafik erfreut mit schönen Lichtstimmungen, vor allem überzeugt aber die Liebe zum Detail. Lunacid gilt zu Recht als Geheimtipp des abgelaufenen großen Spielejahres 2023.

Erhältlich für Windows-PC; rund 14 Euro.

Mosa Lina: Sandbox voller Ideen

Der junge österreichische Entwickler Joshua Hollendonner hat seit 2014 unter dem Namen Stuffed Wombat an die 50 Spiele programmiert, den Großteil davon davon im Alleingang. Die meisten sind kleine, schräge Experimente und Prototypen.

Die in den letzten Jahren veröffentlichten kommerziellen Games sind eine wilde Mischung aus unterschiedlichen Genres: Ord etwa ist ein hyperminimalistisches Adventure, Qomp eine originelle Weiterentwicklung des Uraltklassikers Pong – so originell sogar, dass Atari selbst einen zweiten Teil des Indie-Experiments in Auftrag gegeben hat.

Mit Mosa Lina hat Hollendonner im Herbst 2023 ein weiteres Ausnahmespiel im Miniformat präsentiert. Nämlich eine originelle Plattformer-Sandkiste, in der Level für Level mit zufälligen Werkzeugen eine neue Aufgabe erledigt werden muss.

Ebenso wie viele andere Einzelentwickler holt sich übrigens auch Hollendonner fallweise Unterstützung bei Grafikern und Musikern. Der Hauptteil der Arbeit und vor allem das gesamte Gamedesign bleiben aber in einer Hand.

Erhältlich für Windows-PC und Linux; rund 5 Euro.

Ancient Warfare 3: Action mit Low-Poly-Soldaten

Ein ganzes Jahrzehnt war der Deutsche Jannick Nickel als Einzelentwickler unterwegs. Sieben Jahre seines Lebens (die letzten drei Jahre davon in Vollzeit) hat er Ancient Warfare 3 gewidmet, das Ende Januar 2024 den Early Access verlassen hat.

Das komplexe Sandbox-Game bietet in hübscher Low-Poly-Grafik eine beeindruckende Menge an Single- und Multiplayer-Szenarien, die von vormodernen Schlachtfeldern bis hin zu Weltkriegs- und Science-Fiction-Settings reichen.

Dank umfangreicher Editor-Funktionen und einer integrierten visuellen Skriptsprache lädt die Sandbox zum Selberbauen ein. Die große, sehr rührige Community hat in den letzten Jahren für eine schier unüberblickbare Anzahl an teils sehr ambitionierten Zusatzinhalten gesorgt.

Für Jannick Nickel ist trotzdem mit dem Ende des Early Access bis auf Weiteres Schluss mit dem Dasein als Solo-Games-Entwickler: Nach einem langjährigen Projekt wie Ancient Warfare 3 kehrt er eigenen Aussagen zufolge zumindest vorläufig in die reguläre Softwareentwicklung zurück.

Erhältlich für Windows-PC und Linux; rund 13 Euro.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Indiegames: Tolle Spiele von Solo-Entwicklern
  1.  
  2. 1
  3. 2


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Brantner, Notz, Hartmann und Lindholz
Warum Huawei Schuld an Cisco Webex und Taurus haben muss

Ein deutscher General scheint mit der sicheren Nutzung von Cisco Webex überfordert. Für deutsche Politiker ist die Lösung ein Verbot chinesischer 5G-Technologie. Wie bitte?
Ein IMHO von Achim Sawall

Brantner, Notz, Hartmann und Lindholz: Warum Huawei Schuld an Cisco Webex und Taurus haben muss
Artikel
  1. Ukrainekrieg: Drohnen als Repeater werden von Mutterschiffen ausgesetzt
    Ukrainekrieg
    Drohnen als Repeater werden von Mutterschiffen ausgesetzt

    Das ukrainische Militär hat einen Weg gefunden, die Reichweite seiner Kamikaze-Drohnen zu verdoppeln.

  2. E-Bikes und E-Scooter: Debatte nach tödlichen Akkubränden in Großbritannien
    E-Bikes und E-Scooter
    Debatte nach tödlichen Akkubränden in Großbritannien

    Elf Menschen sind im vergangenen Jahr in Großbritannien durch brennende Akkus von E-Bikes und E-Scootern gestorben. Nun werden Konsequenzen gefordert.

  3. Frankreich: Russische Onlinekampagne soll Bettwanzenproblem aufbauschen
    Frankreich
    Russische Onlinekampagne soll Bettwanzenproblem aufbauschen

    Gibt es in Frankreich wirklich eine weit verbreitete Bettwanzenplage? Der Regierung zufolge hat Russland das Problem "künstlich verstärkt".

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • MindStar: PowerColor Hellhound RX 7900 XTX 889€, Corsair 64 GB DDR5-6000 179€ • MediaMarkt: Wochenendknaller und Android Weeks • Amazon: Notebooks im Angebot • DENON AVR-X2800H + Home 150 599€ • PS5 Slim mit Laufwerk 449€ • Corsair MM200 Extended 19,99€ • TCL 50" QLED 369€ [Werbung]
    •  /