Indiegames-Rundschau: Unabhängig programmierter Horror und Hacker

Call of Cthulhu treibt Spieler doppelt in den Wahnsinn, Rimworld verführt zum Wuseln und Exapunks zum Hacken von virtueller Hardware: die bemerkenswertesten Indiegames des Monats.

Artikel von Rainer Sigl veröffentlicht am
Artwork von Call of Cthulhu
Artwork von Call of Cthulhu (Bild: Focus Home)

Direkt vor Weihnachten beginnt die Todeszone für kleine Spiele, denn da werden die Blockbuster des Jahres veröffentlicht. Ist es für Spiele unabhängiger Entwickler auch sonst nicht einfach, gegen die Budgets der großen Studios anzuprogrammieren, wird das in diesen Wochen noch schwieriger.

Inhalt:
  1. Indiegames-Rundschau: Unabhängig programmierter Horror und Hacker
  2. Return of the Obra Dinn und Rimworld
  3. The Hex, Exapunks, Cthulhu Tactics und Lucid Dream

Doch wie in der Natur behilft sich auch im Indiegames-Ökosystem der Kleine mit der Spezialisierung auf die Nische. Weil mit Millionenbrummern wie Red Dead Redemption 2 ohnehin kaum ein Spiel konkurrieren kann, spielt es sich in gut gepflegten Genrenischen auch dann gut, wenn Rockstar Games den heiß umkämpften Open-World-Thron erobert. Die folgenden Indie-Spiele machen aber nicht nur Spezialisten Spaß - auch Cowboys finden hier etwas Abwechslung beim ewigen Ritt über die Prärie.

Call of Cthulhu: unterhaltsamer Genremischling

Die Cthulhu-Mythos des Autors H.P. Lovecrafts ist weltweit beliebt. Nun hat der unabhängige französische Entwickler Cyanide mit Call of Cthulhu die Lizenz zum gleichnamigen Pen-and-Paper-Rollenspiel in einen unterhaltsamen Genremischling verarbeitet. Als am Rande des Wahnsinns wankender Detektiv in den 1920er-Jahren gilt es, ein dunkles Geheimnis um Kulte und den kosmischen Horror außerirdischer Gottheiten zu lüften. Rollenspieltypische Fähigkeiten und viele Dialoge treffen auf detektivisches Rätseln sowie auf Schleich- und Actionpassagen.

Dass Call of Cthulhu - positiv gemeint - das Äquivalent zum B-Movie ist, zeigt sich sowohl in seinen technischen Schwächen wie auch in der überall spürbaren Liebe seiner Schöpfer zu ihrem Spiel: Die Atmosphäre ist klassisch düster, Figuren und Plot sind zwar etwas holzschnitthaft, aber liebenswert und der rasche Wechsel zwischen spielmechanisch unterschiedlichen Sequenzen hält bei Laune. Da verzeiht man auch den einen oder anderen Trial-and-Error-Stealth-Einschub sowie die wohl sinnloseste First-Person-Shooter-Passage aller Zeiten. Wer Lovecraft mag, wird nicht enttäuscht.

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Return of the Obra Dinn und Rimworld 
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Frankenwein 15. Nov 2018

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SirFartALot 14. Nov 2018

Hat mir von der Idee und Umsetzung echt gut gefallen! *Empfehlung* Wobei der...


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