Jupiter Hell, Children of Morta, Creature in the Well und Blasphemous

Jupiter Hell - Schach mit Dämonen

Pssst, Urheberrechtspolizei: Lange Jahre gab es DoomRL, ein rundenbasiertes Rogue-like in ASCII, das sich den großen First-Person-Opa Doom als Vorlage genommen hatte - ein paar Anwaltsbriefe später war daraus nur mehr DRL geworden. Mit Jupiter Hell, seit Kurzem im Early Access erhältlich, wird der geniale Wahnsinn dieser unwahrscheinlichen Genremixtur nun grafisch aufgepeppt und ganz ohne juristische Probleme neu aufgelegt.

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Wie im Vorbild ist man auch in Jupiter Hell mit einer Dämoneninvasion in einer Science-Fiction-Einrichtung konfrontiert. Im Gegensatz zu fast allen Spielen im Gefolge der Fantasy-Großväter Rogue, Nethack & Co ist man hier hauptsächlich mit Fernkampf beschäftigt, und der ist überraschend taktisch und umwerfend unterhaltsam ausgefallen.

Zufallsgenerierung, abwechslungsreiche Klassen und Fähigkeiten machen Jupiter Hell schon jetzt zum Tipp für Freunde klassischer Rogue-likes.

Erhältlich für Windows-PC, MacOS und Linux; rund 21 Euro.

Children of Morta: Bezauberndes Rogue-lite

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Schade, dass im Launch-Trailer von Children of Morta nicht tatsächliche Spielgrafik zu sehen ist. Denn die Pixelkunst diese Rogue-lites, das vom polnischen Entwickler und Publisher 11bit (Frostpunk, This War of Mine) veröffentlicht wird, ist umwerfend schön geworden. Auch die inneren Werte des Fantasy-Action-Rollenspiels um eine Familie im Kampf gegen das Böse wissen zu gefallen.

Sechs sehr unterschiedliche Spielfiguren, vom Opa bis zum jüngsten Spross der Familie, steigen immer wieder in die gefährlichen zufallsgenerierten Kerker hinab, wo Monster, Schätze und Abenteuer warten.

Ansichts des knackigen Schwierigkeitsgrads ist es gut, dass der Spielfortschritt und die zwischen den Ausflügen freischaltbaren Upgrades trotz Rückschlägen nicht verlorengehen. Was Children of Morta außerdem über andere Rogue-lites erhebt, ist seine liebevoll in kleinen Vignetten erzählte Familiengeschichte.

Erhältlich für Windows-PC, MacOS; rund 22 Euro. Linux, Playstation 4, Nintendo Switch und Xbox One demnächst.

Creature in the Well: Flippern plus Schwertkampf

Ein originelles Spielprinzip gepaart mit stilvoller Optik bietet Creature in the Well. In dem von den Entwicklern von Pinbrawler getauften Genrebastard wandert man als Roboter mit Schwertern und Werkzeugen bewaffnet durch eine Abfolge futuristischer Kerkerräume, in denen Hindernisse sowie die titelgebende mysteriöse Kreatur durch cleveres und blitzschnelles Beschießen mit einer oder mehreren Flipperkugeln überwunden werden müssen.

In seiner Abfolge aus Dungeon-Crawler und Denksport bietet Creature in the Well höchst kurzweilige Unterhaltung. An die Hand genommen wird man dabei allerdings nicht: Die simple, aber sehr stilvolle Grafik, der schräge Humor und originelles Gameplay lassen das Fehlen von Tutorials aber verschmerzen.

Erhältlich für Windows-PC, Nintendo Switch und Xbox One; rund 12,50 Euro.

Blasphemous - Bizarr gutes Retro-Souls-like

Seit dem weltweiten Erfolg von Dark Souls versuchen sich immer wieder auch unabhängige Entwicklerstudios am Patentrezept der Souls-likes - also an Spielen, die sich an Dark Souls von From Software orientieren. Selten jedoch mit so viel bizarrem Style wie Blasphemous: In dem 2D-Plattformer kämpft man in einer düsteren Fantasywelt gegen eine bizarre Menagerie aus Rittern, Monstern und Albtraumgestalten, wie man sie sonst nur auf den Gemälden von Hieronymus Bosch wiederfindet.

Die von spanischen Entwicklern gestaltete Welt verbindet unverkennbar uralte Elemente christlicher Mystik mit düsterem Horror - allein deshalb lohnt sich der Besuch dieser außergewöhnlich gestalteten Spielwelt. Wie im Subgenre üblich stirbt man häufig und nur Übung bringt voran. Wegen Blut, Gewalt und verstörender Szenen ist Blasphemous kein Kinderspiel.

Erhältlich für Windows-PC, Nintendo Switch, Playstation 4 und Xbox One; rund 25 Euro.

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