Rebel Galaxy Outlaw, Blair Witch und Telling Lies

Rebel Galaxy Outlaw: Der Wilde Westen im All

Wer sehnsüchtig auf die Fertigstellung von Star Citizen oder die Wiederbelebung der Science-Fiction-Fernsehserie Firefly wartet, kann sich die Zeit aufs Beste mit Rebel Galaxy Outlaw vertreiben. In dem Weltraumspiel ist man als hartgesottene Pilotin in einem bunten, gesetzlosen Kosmos unterwegs, der nicht nur in Sachen Soundtrack an den Wilden Westen erinnert.

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Genretypisch warten unzählige kleinere Aufträge auf dem Weg zum nächsten Schiffsupgrade. Dank kurzweiliger Action, umfangreicher Autopilotenfunktion und spannender Handlung macht das Leben als Weltraumtrucker oder Kopfgeldjäger in den Tiefen des All sehr viel Spaß.

Von der Größe und Ambition eines Star Citizen, der Spieltiefe eines Elite Dangerous oder der Poesie eines No Man's Sky ist dieses kleine, bunte und actionreiche Einzelspieler-Abenteuer zwar ein paar Parsec entfernt, hervorragend unterhalten wird man trotzdem.

Erhältlich für Windows-PC; rund 24 Euro.

Blair Witch: Waldspaziergang zum Fürchten

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Der Horrorklassiker The Blair Witch Project hat 20 Jahre nach dem ersten Film von dem polnischen Entwicklerstudio Bloober Team endlich jenes Spiel bekommen, das seiner würdig ist.

Auf der Suche nach einem verschwundenen Kind verirrt sich der Protagonist in Begleitung seines treuen Hundes im unheimlichen Wald, wo bekanntlich die Hex' von Blair für übernatürliches Grauen sorgt. Desorientierung, Halluzination, Zeitverlust und wackeliger Handycam-Horror inklusive.

Wer Layers of Fear und Observer desselben Entwicklers mochte, wird sich in Blair Witch vielleicht nicht wohlfühlen, aber zumindest zurechtfinden. Auch hier wird die ganze Palette des First-Person-Horrors zur Anwendung gebracht, von simplen Jumpscares über unheimliche Atmosphären bis hin zu subtilen Tricks mit der Wahrnehmung. Ein trotz Schockeffekten effektvoll langsamer Slow-Burner, der vor allem Fans der Filmvorlage durch seine Atmosphäre zufriedenstellen wird.

Erhältlich für Windows-PC, Xbox One; rund 30 Euro.

Telling Lies: Großartiger Mix aus Video und Spiel

Der Brite Sam Barlow hat 2015 mit Her Story bewiesen, dass man Videosequenzen mit echten Schauspielern auch ohne Fremdschämen in Videospielen einsetzen kann. Mit Telling Lies folgt ein Quasi-Nachfolger, der größer, länger und noch ein Stück professioneller daherkommt.

Das Grundprinzip ist gleich geblieben: Eine Datenbank mit Stunden voller Videomaterial wird anhand von Schlagworten durchsucht; neue Suchbegriffe lassen sich durch aufmerksames Sichten und das Beachten kleinster Details in den bereits gefundenen Videoschnipseln ausfindig machen.

In minutiöser und befriedigender Detektivarbeit bahnt man sich so einen Weg durch ein nichtlineares Labyrinth an Handlungssträngen, in denen vier Hauptfiguren so mancher Lüge überführt werden. Wer ungewöhnliche narrative Spiele mag, muss zugreifen.

Erhältlich für Windows-PC und MacOS; rund 17 Euro. iOS rund 8 Euro.

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