Abo
  • Services:

Indiegames-Rundschau: Überflieger mit Tiefe und Abenteuer im Low-Poly-Land

Below und Ashen locken mit toller Atmosphäre, Insurgency Sandstorm sorgt für Multiplayer-Spannung und Gris betört mit besonderer Schönheit: Kurz vor Jahresende 2018 sind mehrere wunderbare Indiegames fertig geworden!

Artikel von Rainer Sigl/Videogametourism.at veröffentlicht am
Artwork von Ashen
Artwork von Ashen (Bild: A44)

Da geht noch was: Wer dachte, dass im letzten Monat des Jahres 2018 alle Feuerwerke bereits abgebrannt wären, hat die Rechnung ohne die Entwickler von Indiegames gemacht. Mit der Strategie- Rollenspielmischung Mutant Year Zero (Test auf Golem.de), Hades sowie den seit Jahren heiß erwarteten Titeln Ashen und Below wurden ziemlich überraschend noch wahre Perlen veröffentlicht.

Inhalt:
  1. Indiegames-Rundschau: Überflieger mit Tiefe und Abenteuer im Low-Poly-Land
  2. Hades und Insurgency Sandstorm
  3. Gris, The Blackout Club, Battle Princess Madelyn und Battle Brothers

Aber auch sonst ist die Auswahl vor dem Jahreswechsel erstaunlich hochkarätig und abwechslungsreich ausgefallen - wer abseits fast aller Konventionen unterwegs sein möchte, dem empfehlen wir etwa das ebenso interaktive wie gelungene Kunstwerk Gris. Wer sich hingegen für militärische Action mit hohem Simulationsanteil interessiert, sollte einen Blick auf Insurgency Sandstorm werfen. In jedem Fall wünschen wir allen Lesern möglichst viel Spaß mit den Indiegames des Monats Dezember 2018!

Below

Endlose fünf lange Jahre musste die Welt auf den Release des wohl stylischsten Rogue-likes aller bisherigen Zeiten warten. Jetzt ist das "prozedural generierte Terrarium voller Leben, Geheimnisse und Tod" des kanadischen Entwicklerstudios Capybara doch noch erschienen. Ein namenloser Fantasyabenteurer erforscht eine riesige Unterwelt voller Schätze, Monster und Geheimnisse. Below ist zuallererst eine Augenweide: Die minimalistische, aber dennoch liebevoll detaillierte Unterwelt ist atmosphärischer, als es ihre Kleinheit vermuten ließe. Streiten kann man sich hingegen über das Tempo, das hier nicht vorgelegt wird: Schon die fünf Minuten lange wortlose Eingangssequenz belegt, dass Geduld gefragt sein wird.

An Below scheiden sich garantiert die Geister: Für die einen ist es eine fast meditative, beinahe archaisch pure Spielerfahrung mit toller Atmosphäre. Sie erinnert dank Permadeath und Zufallsgenerierung an den Zauber klassischer Games und weckt Entdeckergeist. Für die anderen, etwas weniger Geduldigen, ist es ein zu langsames, vielleicht sogar langweiliges Spiel mit Wiederholungen, das von seiner Grafik und dem unbestritten tollen Soundtrack nicht gerettet wird. Schade für die Ungeduldigen - denn mit der nötigen Ausdauer bietet Below eine der fesselndsten Spielerfahrungen des Jahres und einen ganz eigenen Zauber. Nicht für jeden, zugegeben. Aber wer den Zugang findet, erlebt hier ein wahres Abenteuer.

Stellenmarkt
  1. Hessischer Rundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts, Frankfurt am Main
  2. Bosch Gruppe, Abstatt

Erhältlich für Windows-PC und Xbox One; rund 20 Euro.

Ashen: Dark Souls in Low Poly

Jahrelang in Entwicklung und jetzt parallel zur Eröffnung des Epic Games Store plötzlich da: Das Action-Rollenspiel Ashen macht im betörend atmosphärischen Low-Poly-Look eine ausnehmend gute Figur. Spielerisch macht das Game keinen Hehl aus seiner primären Inspiration, und doch ist es mehr als ein hübscher Epigone von Dark Souls & Co. Wohl stammen die meisten zentralen Elemente - etwa der methodisch-taktische Kampf und das Speichersystem - vom großen Vorbild. Doch nicht nur durch seine einzigartige Ästhetik behauptet Ashen seine Eigenständigkeit.

Die größten Unterschiede betreffen den im Spielverlauf kontinuierlich erfolgenden Ausbau der eigenen Siedlung, die sich mit nützlichen NPCs bevölkert, sowie ein originelles Koop-System, in dem sich menschliche Mitspieler fast unbemerkt in Gestalt dieser Nichtspielercharaktere unserem Abenteurer anschließen. Dank der absichtlich fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten erinnert das ein wenig an Journey und macht Ashen nebenbei ein wenig einfacher als das notorisch unbarmherzige Dark Souls. Ashen ist schon deshalb ein perfekter Einstieg in die wachsende Nische dieser Art von Rollenspiel.

Erhältlich für Windows-PC und Xbox One; rund 40 Euro.

Hades und Insurgency Sandstorm 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (pay what you want ab 0,88€)
  2. 99,99€ (versandkostenfrei)
  3. (u. a. 32 GB 6,98€, 128 GB 23,58€)
  4. 54,99€

keböb 18. Dez 2018

Also erstmal auch danke für die schönen Rundschabeiträge. Ashen hat zwar einen speziellen...

ahoihoi 17. Dez 2018

Man merkt halt, dass in den meisten Indie-Spielen noch Herzblut der Entwickler drinnen...

mnementh 17. Dez 2018

Ich möchte mich dem anschließen, danke an die Golem-Redakteure.


Folgen Sie uns
       


Nike Adapt BB ausprobiert

Nikes neue Basketballschuhe Adapt BB schnüren sich automatisch zu, was in unserem Praxistest sehr gut funktioniert.

Nike Adapt BB ausprobiert Video aufrufen
Windenergie: Mister Windkraft will die Welt vor dem Klimakollaps retten
Windenergie
Mister Windkraft will die Welt vor dem Klimakollaps retten

Fast 200 Windkraft-Patente tragen den Namen von Henrik Stiesdal. Nachdem er bei Siemens als Technikchef ausgestiegen ist, will der Däne nun die Stromerzeugung auf See revolutionieren.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Offshore-Windparks Neue Windräder sollen mehr Strom liefern
  2. Fistuca Der Wasserhammer hämmert leise
  3. Windenergie Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Einfuhrsteuern: Wie teuer wird ein Raspberry Pi beim harten Brexit?
Einfuhrsteuern
Wie teuer wird ein Raspberry Pi beim harten Brexit?

Bei einem No-Deal-Brexit könnten viele britische Produkte teurer und schwerer lieferbar werden - auch der populäre Bastelrechner Raspberry Pi. Mit genauen Prognosen tun sich deutsche Elektronikhändler derzeit schwer, doch decken sie sich schon vorsorglich mit den Komponenten ein.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. UK und Gibraltar EU-Domains durch Brexit doch wieder in Gefahr

Zotac Geforce GTX 1660 Ti im Test: Gute 1440p-Karte für unter 300 Euro
Zotac Geforce GTX 1660 Ti im Test
Gute 1440p-Karte für unter 300 Euro

Die Geforce GTX 1660 Ti von Zotac ist eine der günstigen Grafikkarten mit Nvidias Turing-Architektur, dennoch erhalten Käufer ein empfehlenswertes Modell: Der leise Pixelbeschleuniger rechnet praktisch so flott wie übertaktete Modelle, braucht aber weniger Energie.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Chip der Geforce GTX 1660 Ti ist überraschend groß
  2. Deep Learning Supersampling Nvidia will DLSS-Kantenglättung verbessern
  3. Metro Exodus im Technik-Test Richtiges Raytracing rockt

    •  /