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Indiegames-Rundschau: Söldner, Roboter und das ganze Universum

Ein philosophischer Spaziergang durch die gesamte Existenz in Everything, lebende Ökosysteme für Ungeheuer und Kampfroboter sowie das harte Leben als mittelalterlicher Söldner: Die spannendsten Indiespiele der vergangenen Wochen haben viel Abwechslung zu bieten. Golem.de gibt einen Überblick.

Artikel von Rainer Sigl/Videogametourism.at veröffentlicht am
Everything ist derzeit eines der interessantesten Indiegames.
Everything ist derzeit eines der interessantesten Indiegames. (Bild: David OReilly)

Der Spielefrühling ist intensiv und vollgepackt: Was in den vergangenen Wochen allein im Bereich der Indiegames an tollen Neuheiten erschienen ist, lässt sich kaum in eine einzige Rundschau packen. Wir versuchen es dennoch und stellen neben fünf Highlights im Porträt auch noch Kurztipps im Monatsrückblick vor.

Everything

Inhalt:
  1. Indiegames-Rundschau: Söldner, Roboter und das ganze Universum
  2. Playerunknown's Battleground und Rain World
  3. The Signal from Tölva und Kona

Von Ausnahmespielen ist öfter die Rede, Everything ist tatsächlich eines. Der 3D-Künstler David OReilly lässt die Spieler darin nämlich schlicht, nun ja, alles sein - vom kleinsten Staubpartikelchen über Tiere, Pflanzen, Häuser, Kontinente bis hin zu Galaxien. Die Wanderung durch Tausende belebte und unbelebte Wesenheiten dieser Welt wird begleitet von mal banalen, mal persönlichen Gedanken dieser Objekte und eingerahmt von Vorträgen des britischen Religionsphilosophen Alan Watts, der in seiner von Zen und Daoismus inspirierten Weltsicht quasi die Theorie zum Spiel mitliefert. Alles ist verbunden und die Annahme, wir seien vom Rest des Universums getrennt, ist reine Illusion.

Was nach Esoterik klingt, ist als Spiel dank absurden Humors und immer wieder berührender Gedankensplitter ein höchst unterhaltsamer Spaziergang. Ganz ohne Oberlehrerhaftigkeit regt Everything zum Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln an und führt dabei vom Größten zum Kleinsten und wieder zurück. Ein Spiel, in dem der in alle Richtungen offene, prozedural generierte kosmische Spielplatz auch noch dramaturgisch geschickt eine Geschichte erzählt, die bis ins Persönlichste reicht, hat es noch nie gegeben und macht Everything zum emotional berührenden, interaktiven Kunstwerk, bei dem trotzdem der Humor nicht zu kurz kommt.

Playstation 4, 15 Euro; Windows, MacOS ab 21. April 2017

Battle Brothers

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Weitaus handfester und spielmechanisch klassischer geht es in Battle Brothers zur Sache, das vom Hamburger Studio Overhype soeben nach der Early-Access-Phase final veröffentlicht wurde. Man nehme die offene Spielwelt des Klassikers Pirates sowie von dessen inspiriertem Erbe Mount & Blade und ersetze die Schlachten zu Pferd oder Schiff durch rundenbasierte Kämpfe nach dem Muster von Xcom und Co. Fertig ist ein Spiel, das endlos an die Bildschirme fesselt. Als Anführer einer Kompanie von Söldnern ist man in einer quasimittelalterlichen Fantasywelt damit beschäftigt, immer anspruchsvollere zufällige und storybasierte Missionen anzunehmen und seine Truppe eigenwilliger Soldaten immer besser auszurüsten und zur schlagkräftigen Truppe zu formen.

Der niedliche Grafikstil täuscht: Die Welt von Battle Brothers ist blutig und ziemlich gnadenlos. Tote Kameraden bleiben tot, und manchmal bleibt nur die ruhmlose Flucht als letzter Ausweg. Der spielerische Kern, die rundenbasierten Scharmützel gegen eine Vielzahl an aggressiven Feinden, entwickelt sich dank unterschiedlicher Waffen, Fähigkeiten und Kampfstrategien zur taktischen Herausforderung. Wer jemals dem Sog der großen Vorbilder Mount & Blade und Xcom verfallen ist, findet in Battle Brothers einen eigenständigen, aber gewohnt fast unwiderstehlichen, sogentfaltenden Zeitfresser, dem die Liebe zum Genre in jedem Detail anzumerken ist.

Windows, 28 Euro

Playerunknown's Battleground und Rain World 
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Elgareth 11. Apr 2017

Stories Untold ist dahingehend sehr sehr rund möchte ich behaupten. Wahnsinnig...

mnementh 10. Apr 2017

Ah, das hört sich doch schon besser an. :-)


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