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Indiegames-Rundschau: Rollenspielkult und randalierende Roboter

Der Herbst bringt viel Material für lange Rollenspielabende in Pathfinder Kingmaker und The Bard's Tale 4. Dazu kommen weitere Indiegames, etwa ein spannender Survivalkampf - in tiefster Dunkelheit!

Artikel von Rainer Sigl/Videogametourism.at veröffentlicht am
Artwork von The Bard's Tale 4 - Barrows Deep
Artwork von The Bard's Tale 4 - Barrows Deep (Bild: Inxile Entertainment)

Was früher Mainstream war, gibt es heute als Indiegame. Die Rückkehr der klassischen isometrischen Rollenspiele aus der Ära Baldur's Gate & Co war den großen Publishern keinen müden Cent mehr wert. Den Millionen treuen Fans aber dafür umso mehr: Dank Kickstarter-Kampagnen haben Spiele wie Pillars of Eternity, Divinity Original Sin, Wasteland 2, Torment: Planes of Numenera und viele andere ihren Weg auf die Spielgeräte gefunden.

Inhalt:
  1. Indiegames-Rundschau: Rollenspielkult und randalierende Roboter
  2. The Light Keeps Us Save und The Bard's Tale 4
  3. Deep SkyDerelicts, Gardens Between und Parkasaurus

Im Fall der Rollenspiel-Legenden hat das meist ganz gut funktioniert. So manches andere Spiel fand aber trotz begeisterter Unterstützung in seiner neuen Inkarnation nur mäßig positiven Widerhall, etwa Mighty No 9 von Megaman-Entwickler Keiji Inafune oder Yooka-Laylee von ehemaligen Banjo Kazooie-Entwicklern. Sehr oft ist die Kickstarter-Kampagne auch nur ein PR-Instrument, um schon früh Interesse zu wecken und Kunden zu binden. In Verbindung mit Early-Access-Modellen ergibt das ein einzigartiges Ökosystem, in dem Gamer ihre Wunschspiele nicht nur fördern, sondern sogar schon in der Entwicklung ausprobieren können.

Eine tolle Sache, wenn das klappt - wie bei den spannendsten Indiespielen der letzten Wochen. Viel Vergnügen!

Pathfinder Kingmaker: Ein Traum für Pen-and-Paper-Fans

Pathfinder ist das derzeit populärste Pen-and-Paper-Rollenspielsystem, mit Kingmaker kommt seine Fantasywelt nun in digitaler Form zu den Fans. An dem über Kickstarter mitfinanzierten Spiel des russischen Entwicklerstudios Owlcat Games hat Industrie-Urgestein Chris Avellone, bekannt von Kultspielen wie Baldur's Gate und Planescape Torment, als Autor mitgewirkt. Ganz klassisch führt man dabei eine Gruppe von Helden in isometrischer Perspektive durch ein riesiges, an eine legendäre Pathfinder-Kampagne angelehntes Abenteuer. Innovativ ist hingegen die Möglichkeit, sich auch als Herrscher eines kleinen Reichs beweisen zu müssen.

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Für Kenner des Pathfinder-Systems ist Kingmaker ein Leckerbissen: Grafisch und atmosphärisch top, schön vertont und vor allem riesengroß und herausfordernd. Einsteiger ins komplexe Rollenspielsystem werden der absoluten Vorlagentreue hin und wieder allerdings mit Hilflosigkeit begegnen und sich ein wenig einarbeiten müssen. Das geht übrigens am besten in den niedrigen Schwierigkeitsgraden, denn Kingmaker hat aktuell noch ein paar böse Balancing-Probleme - die sollten gemeinsam mit ebenfalls ab und zu störenden technischen Macken von den Entwicklern aber noch behoben werden.

Erhältlich für Windows-PC, MacOS, Linux; rund 40 Euro.

The Light Keeps Us Save und The Bard's Tale 4 
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gadthrawn 19. Okt 2018 / Themenstart

Grafisch nett, Kämpfe teils unfair schwer - vergiß die ToDos.

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