Indiegames-Rundschau: Rollenspielkult und randalierende Roboter

Was früher Mainstream war, gibt es heute als Indiegame. Die Rückkehr der klassischen isometrischen Rollenspiele aus der Ära Baldur's Gate & Co war den großen Publishern keinen müden Cent mehr wert. Den Millionen treuen Fans aber dafür umso mehr: Dank Kickstarter-Kampagnen haben Spiele wie Pillars of Eternity, Divinity Original Sin, Wasteland 2, Torment: Planes of Numenera und viele andere ihren Weg auf die Spielgeräte gefunden.
Im Fall der Rollenspiel-Legenden hat das meist ganz gut funktioniert. So manches andere Spiel fand aber trotz begeisterter Unterstützung in seiner neuen Inkarnation nur mäßig positiven Widerhall, etwa Mighty No 9 von Megaman-Entwickler Keiji Inafune oder Yooka-Laylee von ehemaligen Banjo Kazooie-Entwicklern. Sehr oft ist die Kickstarter-Kampagne auch nur ein PR-Instrument, um schon früh Interesse zu wecken und Kunden zu binden. In Verbindung mit Early-Access-Modellen ergibt das ein einzigartiges Ökosystem, in dem Gamer ihre Wunschspiele nicht nur fördern, sondern sogar schon in der Entwicklung ausprobieren können.