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Indiegames-Rundschau: Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

Grafikwucht beim ganz großen Maus-Abenteuer oder lieber Simulationstiefe beim Mischen des Treibstoffs für den Trabbi? Wieder haben Fans von Indiegames die Qual der Wahl - wir stellen die interessantesten Neuheiten vor.

Artikel von Rainer Sigl/Videogametourism.at veröffentlicht am
Artwork von Jalopy
Artwork von Jalopy (Bild: Minskworks)

Zwei in den vorigen Wochen bereits bei Golem besprochene Indiegames zeigen recht schön, wie groß inzwischen die Bandbreite der unabhängigen Produktionen ist. Zum einen war da der Gefängnisausbruchsthriller A Way Out (Test auf Golem.de) , der mit cinematischer Handlung und einem originellem Koop-Modus das Buddy-Movie-Erlebnis für die Couch ermöglicht. Als Titel, den man auch (vielleicht sogar: besonders) mit bislang nicht spielbegeisterten Freundinnen und Freunden spielen kann, zeigt das Spiel des schwedisch-libanesischen Regisseurs Josef Fares, wie zugänglich und massentauglich Indiegames inzwischen geworden sind.

Inhalt:
  1. Indiegames-Rundschau: Mutige Mäuse und tapfere Trabbis
  2. Jalopy und Minit
  3. Masters of Anima und Will to Live Online

Dass zugleich auch die nischigsten Nischen bedient werden, beweist der kuriose PC Building Simulator (Test auf Golem.de): In dem schraubt man mit echten Hardware-Teilen mehr oder weniger realistisch an PC-Systemen herum. Inzwischen dürfte wohl wirklich jeder Spielefreund in der riesigen Welt der Indiegames etwas Passendes für sich finden. Die folgenden Spiele sind auf jeden Fall einen Blick wert.

Ghost of a Tale: Schöner als Pixar

Dass Grafik nicht alles ist, muss man den Fans von Indiegames nicht näher erläutern. Ein Spiel mit Schauwerten wie Ghost of a Tale muss sich selbst vor teuren AAA-Blockbustern nicht verstecken. Das Fantasy-Abenteuer, in dem der Spieler als tapfere Maus in einer von bösen Ratten bewohnten Burg nach seiner Liebsten sucht, ist so hübsch, dass man sich wieder und wieder in einem modernen Animationsfilm von Pixar zu befinden glaubt.

Das ist kein Zufall, denn der Entwickler Lionel Gallat ist vom Fach und hat an großen Animationsfilmen wie "Ich, einfach unverbesserlich" mitgearbeitet. Sein erstes Spiel ist ein Herzensprojekt und hat mehr zu bieten als nur schöne Grafik: Das Action-Rollenspiel setzt auf Schleichen, liebevoll gestaltete und schön verschachtelte Umgebungen und vor allem auf Charme und Humor. Ein Abenteuer mit bestechenden äußeren und inneren Werten!

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Ash of Gods - Redemption: Nachbau eines Klassikers

Nein, das ist nicht der lang erwartete dritte Teil des gefeierten Fantasy-Rollenspiels The Banner Saga, sondern - sagen wir mal so - ein von diesem inspiriertes eigenständiges Spiel russischer Entwickler. Originalität ist nicht die Stärke von Ash of Gods - Redemption, das als dreister Klon verdammt werden müsste, wenn es nicht so gut gelungen wäre. In Sachen Präsentation muss sich das düstere Rollenspiel nicht vor dem großen, spektakulär hübschen Vorbild verstecken, und auch die komplexe Handlung rund um eine sich langsam ausbreitende Apokalypse weiß zu gefallen.

Ein bisschen Innovation gibt's dann doch, und zwar in Sachen Storytelling. Alle Figuren, selbst die zentralen, können durch falsche Entscheidungen oder in den fordernden, rundenbasierten Kämpfen das Zeitliche segnen und sind dann tatsächlich tot; die Geschichte geht dann ohne sie weiter. "Roguelike Storytelling" nennen die Entwickler das Konzept, und das sorgt auf jeden Fall für erhöhte Vorsicht in einem recht erbarmungslosen Spiel. Wer mag, kann übrigens im Storymodus den Kämpfen viel von ihrem Schrecken nehmen. Ash of Gods ist zwar ein Epigone - aber ein guter.

Erhältlich für Windows-PC, MacOS und Linux, rund 23 Euro.

Jalopy und Minit 
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KarlaHungus 20. Apr 2018 / Themenstart

Jup, ist genau wie bei Maschine, das schreibt eigentlich man mit (mindestens!) 3 i...

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