City of Brass, Far Lone Sails und mehr

City of Brass: Action aus 1001 Nacht

Wenn in einem Werk von ehemaligen Bioshock-Entwicklern ein Klassiker wie Spelunky auf Prince of Persia trifft, kommt so etwas wie City of Brass heraus. Das flotte First-Person-Spektakel versetzt seine Spieler in einen mythischen Orient mit der Aufgabe, möglichst viele Schätze aus der verwunschenen, von Monstern und Fallen übersäten Stadt zu stehlen. Eine Peitsche und ein Schwert sind die Grundausrüstung, doch regelmäßig leistet auch die Umgebung bei der Bekämpfung der Gegner Hilfe.

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City of Brass spielt sich tatsächlich ein wenig wie ein 3D-Spelunky, trotz größerem Fokus auf Kampf und natürlich trotz der First-Person-Perspektive. Die prozedural generierten, recht linearen Levels bieten immer neue Parcours aus Fallen und lästigen Gegnern, und es macht mit zunehmendem Können einfach Spaß, sich möglichst schnell und spektakulär durch die Spielwelt zu bewegen, mit akrobatischen Manövern Monster in Fallen zu schubsen und im Flow von Kampf und Bewegung aufzugehen. Das Zeitlimit in jedem Level sollte wirklich nur besonders langsamen Dieben zum Problem werden.

Erhältlich für Windows-PC, Playstation 4 und Xbox One, um 17 Euro.

Far - Lone Sails: Ausnahmespiel mit großartiger Atmosphäre

Wer sich besondere Spiele wie Journey oder Limbo als Vorbild nimmt, legt die Latte schon recht hoch. Doch das Debütspiel des Schweizer Indiestudios Okomotive, das aus einem Studentenprojekt entstanden ist, übernimmt sich mit der Nennung dieser Inspirationen keineswegs. In beeindruckendem Grafikstil aus Grautönen mit einzelnen Farbtupfern gestaltet und von tollem Soundtrack unterlegt, erzählt das außergewöhnliche Spiel ohne Worte von einer Reise durch eine einsame Postapokalypse.

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Der kleine, rot gewandete Protagonist ist allerdings nur anfangs zu Fuß unterwegs, denn schon nach wenigen Minuten betritt er sein riesiges Gefährt, das zugleich die zentrale, originelle Spielmechanik von Far - Lone Sails darstellt: Das mit Wind- oder Dampfkraft bewegte Riesending muss sorgfältig gewartet und am Laufen gehalten werden. Gewalt oder Gegner gibt es nicht; langweilig ist das berückend atmosphärische Spiel, das auf Puzzles und Environmental Storytelling setzt, aber deshalb absolut nicht. Ein beeindruckendes Debüt und - wie seine Vorbilder - selbst ein ganz besonderes Spiel.

Erhältlich für Windows-PC und MacOS, um 15 Euro.

Außerdem: Zelda-like, Zombies und Spione

Das knuffig-bunte The Swords of Ditto (Windows-PC, MacOS, Linux und PS4, 20 Euro) verbindet klassisches Action-Adventure-Rollenspiel der 2D-Zelda-Tradition mit - erraten - Rogue-like-Elementen. Ergebnis: ein vor allem im Couch-Koop-Modus äußerst unterhaltsames Erlebnis.

Das Gegenteil von Couch-Koop wiederum bietet Spy Party (Windows-PC, MacOS, rund 25 Euro), das nach schier endlosen Jahren der Vor-Entwicklung endlich im Early Access erschienen ist. Die ebenso originelle wie makabre Prämisse des Zweispieler-Spiels: Ein Spieler ist ein Scharfschütze, der zweite mischt sich als Spion unter die Besucher einer - von NPCs bevölkerten - Party. Ziel des Scharfschützen ist es, den menschlichen Spieler zu erkennen und auszuschalten. Dieser wiederum muss eine Reihe an Missionszielen erreichen, ohne aufzufallen - eine Art umgekehrter Turing-Test. Was kompliziert klingt, ist ein faszinierendes Experiment und ein ziemlich einzigartiges Multiplayer-Erlebnis.

Zum Abschluss noch eine bemerkenswerte Portierung: Der hysterisch lustige Zombie-Roadtrip-Simulator Death Road to Canada (iOS, Windows-PC, MacOS, Linux und Nintendo Switch, ab 13 Euro) ist seit kurzem auch für Nintendos Switch erschienen - und auf der tragbaren Konsole macht das pixelige Zombie-Massaker eine besonders gute Figur.

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 For the King und Dusk
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