Indiegames-Rundschau: Kalte Krieger und bärtige Berliner

Abenteuer zum Nachdenken im düsteren Berlin mit State of Mind und der Kalte Krieg im rundenbasierten Strategiespiel Phantom Doctrine: Die Indiegames des Monats bieten neben spannenden Spielideen auch erstaunlich politische Geschichten.

Artikel von Rainer Sigl/Videogametourism.at veröffentlicht am
Artwork von State of Mine
Artwork von State of Mine (Bild: Daedalic Entertainment)

Das Early-Access-Konzept ist nicht für alle Spieler geeignet. Während sie die einen über den frühen Zugang zu Spielen freuen, die es sonst womöglich gar nicht gäbe, ärgern sich die anderen über ewig unfertige Baustellen und wittern gar Kundennepp, wenn Versprochenes nicht eingehalten wird. Zwei aktuelle Beispiele zeigen, welche unterschiedlichen Wege Spiele im Early Access bis zum Release hinter sich lassen können.

Inhalt:
  1. Indiegames-Rundschau: Kalte Krieger und bärtige Berliner
  2. Phantom Doctrine und Death's Gambit
  3. La Mulana 2 und The Spectrum Retreat und Unavowed

Zuerst der Idealfall: Das 2017 im Early Access vorgestellte Dead Cells ist nun endlich final fertig und hat sich in seiner Entstehungszeit vom sehr guten Hoffnungsträger zu einem brillanten Titel entwickelt. Das Actionspiel mit Rollenspielelementen war dank solider Gameplay-Basis bereits von Anfang an prima spielbar und bot dank Zufallsgenerierung auch großen Wiederspielwert. Die finale Fassung hat nur mehr eine gehörige Portion Feintuning und Hochglanzpolitur mit sich gebracht.

Das dystopische First-Person-Abenteuer We Happy Few (Test auf Golem.de) hat hingegen einen etwas weniger geradlinigen Weg durch seine Early-Access-Phase genommen. Zunächst als Open-World-Sandbox-Spiel geplant, haben die Entwickler just durch das Feedback der Frühspieler ein halbes Jahr vor der Veröffentlichung großräumig umgebaut und ihr Werk stärker auf Story ausgerichtet. Zu kaufen gab es das übrigens in den letzten Monaten nicht mehr, Neugierige hatten gegenüber Early-Access-Früheinsteigern das Nachsehen.

Wie die Spiele gemacht werden, ist aber letztlich nebensächlich; Hauptsache, es kommt was Gutes dabei heraus. Wie die aktuellen, ganz frischen Indie-Perlen, die Golem.de diesen Monat vorstellt. Viel Spaß beim Spielen!

State of Mind: Cyberpunk in Berlin

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Der deutsche Adventure-Spezialist Daedalic zeigt in State of Mind eine dystopische Berlin-Vision für Freunde von Cyberpunk. Im Jahr 2048 verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Virtualität und Menschen und Maschinen. Was genau die beiden von Amnesie geplagten Helden des Spiels in ganz verschiedenen Welten verbindet und trennt, finden Spieler in diesem zwar linearen, aber hintergründigen Adventure heraus, das sich in seinen zwölf Spielstunden vor allem auf den letzten Metern zur Hochform aufschwingt.

State of Mind weiß durch seine Präsentation zu begeistern: Der minimalistisch-moderne Low-Poly-Look zeigt architektonische und designerische Visionen, die das Spiel aus der Feder des Entwicklers Martin Ganteföhr (Moment of Silence, Overclocked) zu einem Style-Schwergewicht werden lassen. Bei so viel Schick drückt man bei gelegentlichem dramaturgischen Leerlauf vor allem im ersten Drittel und eher banalen Minispielen auch gern ein Auge zu.

Erhältlich für Windows-PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch, rund 30 Euro.

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Phantom Doctrine und Death's Gambit 
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