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Little Nightmares und The Wild Eternal

Das schwedische Indiestudio Tarsier, zuvor mit Little Big Planet und Tearaway Unfolded unter dem Dach von Sony, hat sein düsteres Action-Adventure Little Nightmares zwar unabhängig entwickelt, veröffentlicht aber nun doch gemeinsam mit Publisher Bandai Namco - ein Grenzfall zwischen traditionellem Business und unabhängiger Entwicklung. Spielerinnen und Spielern kann's egal sein, denn Little Nightmares ist ein rundum gelungenes Spiel geworden - den Indie-Award der letztjährigen Gamescom konnte man dafür schon einstecken. Als kleines Mädchen im gelben Mantel sind Spielerinnen und Spieler hier auf der Flucht vor allerhand albtraumhaften Gestalten.

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Der einprägsame Stil des Spiels erinnert an die surreal-makabren frühen Filme des französischen Regieduos Jeunet & Caro ("Stadt der verlorenen Kinder", "Delikatessen"), das Gameplay wiederum an die Kultspiele des dänischen Studios Playdead, dessen Spiele Limbo und Inside sich in der wortlosen Handlung ebenso wie in der einfachen, situationsabhängigen Steuerung widerspiegeln. Auch wenn Little Nightmares wegen kleinerer Durchhänger nicht ganz an die zugegeben außergewöhnliche Qualität dieser Vorbilder heranreicht, ist es dennoch ein wunderbar atmosphärisches Gruselabenteuer mit Charme.

Playstation 4, Xbox One, Windows, 20 Euro

The Wild Eternal

Untypischere Videospielhelden gibt es selten: Statt als mächtiger Held ist man in The Wild Eternal zur Abwechslung einmal als Seniorin unterwegs. In der Rolle einer Greisin, die ihres langen Lebens müde ist, sind Spielerinnen und Spieler im 17. Jahrhundert irgendwo im Himalaya unterwegs, um unter Anleitung eines füchsischen Halbgottes dem ewigen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt zu entrinnen.

Im atmosphärischen First-Person-Explorer geht es also durchaus buddhistisch-philosophisch zur Sache, doch das soll nicht abschrecken: Die simple, aber hübsche Grafik, mysteriöse Rätsel, die Notwendigkeit, die zu Beginn schwindenden Fähigkeiten der Hauptfigur wiederherzustellen, und sanfte Herausforderungen machen das Spiel zur ebenso faszinierenden wie entspannenden Wanderung durch eine wunderschöne Spielewelt. Ein beinahe meditatives Abenteuer, das durch seine besondere Stimmung begeistert.

Windows, 20 Euro

Und sonst?

Freunde des Local-Multiplayer-Spiels, aufgepasst: Mit Crawl (Windows, Mac, Linux, 15 Euro) ist nach Jahren des Early Access ein moderner Klassiker der Couch-Spieleparty endlich final erschienen. Wer sich von der Pixelästhetik nicht abschrecken lässt, bekommt ein äußerst unterhaltsames gemeines Partyspiel, in dem sich die Rollenverteilung zwischen strahlendem Fantasyhelden und bösen Kerkermonstern laufend ändert.

Ein faszinierendes Konzept verfolgt The Sexy Brutale (PS4, Xbox One, Windows, 20 Euro): Im originellen Puzzle-Adventure wiederholt sich derselbe Tag eines jährlich stattfindenden Maskenballs in einer Zeitschleife, die Aufgabe ist es, die mörderischen Ereignisse in wiederholten Versuchen zu verhindern und das Rätsel zu entwirren. Klingt komplex, ist aber höchst originell und einzigartig präsentiert.

Mit dem seltsamen Point&Click-Adventure Paradigm (Windows, Mac, 15 Euro) kommen Fans des ganz bizarren Humors auf ihre Kosten: Als ebenso naiver wie deformierter Mutant zieht man hier in einer osteuropäischen Postapokalypse gegen ein größenwahnsinniges Faultier zu Felde - australischer Humor mit Schlechter-Geschmacks-Garantie.

 Indiegames-Rundschau: Familienflüche, Albträume und Nostalgie
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Garius 11. Mai 2017

Deshalb habe ich ja das Review verlinkt. So wie du das sagst, hört es sich an, als seien...

Moody 10. Mai 2017

...erstmal finde ich es schön, dass es mal nicht um Mainstream-Spiele geht. Wenn es darum...


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