Indiegames-Rundschau: Dunkle Seelen im Heavy-Metal-Rausch

Das rockt! In Elderborn kämpfen Dark-Souls-gestählte Spieler in einer düsteren Fantasywelt. Dazu kommen wunderschöne Spaziergänge in The Pedestrian sowie Licht und Schatten in Lightmatter: Golem stellt die aktuellen Indiegames vor.

Artikel von Rainer Sigl veröffentlicht am
Artwork von Elderborn
Artwork von Elderborn (Bild: Hyperstrange)

Das Jahr fängt stark an für Indiegames: Das von Pokémon inspirierte Temtem bricht Verkaufsrekorde, Through the Darkest of Times liefert als Serious Game eine bedrückend-intensive Geschichtsstunde und mit Wolcen wird der Traum vom starken Diablo-Konkurrenten Wirklichkeit.

Inhalt:
  1. Indiegames-Rundschau: Dunkle Seelen im Heavy-Metal-Rausch
  2. The Pedestrian und Lightmatter
  3. Scourgebringer, 7th Sector und The Coma 2

Alle wurden bereits von Golem.de vorgestellt, weshalb umso mehr Platz für die anderen unabhängig produzierten Perlen ist, die in den letzten Wochen veröffentlicht wurden. Diesmal ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei: von knifflig bis brachial.

Elderborn: Rockiger Nahkampf

Als Barbar oder Barbarin kämpft man sich in Elderborn durch düstere Fantasyumgebungen, die an die klassische Sword-and-Sorcery-Welt des Conan-Universums erinnert. Das Besondere, neben dem Heavy-Metal-Soundtrack: Diesmal sind wir aus der Ich-Perspektive unterwegs in dunklen Kerkern und exotischen Tempelstädten.

Anstelle von Schusswaffen gibt es allerdings nur Nahkampfgerätschaften wie Schwerter, Kriegshämmer und Stabwaffen. Das Bestehen im Kampf ist dabei überraschend taktisch geraten, dumpfes Drauflosprügeln endet schon gegen Standardgegner tödlich. Nur richtig abgestimmtes Blocken, schnelle Ausweichmanöver und vor allem gute Positionierung und die Wahl der jeweils besten Waffe führen zum Sieg.

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Elderborn hat sich wie viele neuere Spiele spürbar von Dark Souls & Co. inspirieren lassen. Das gilt nicht nur in Sachen Schwierigkeitsgrad. Auch die offenen, schlau verschachtelten Umgebungen und das Speichersystem erinnern an die japanischen Kultspiele.

Die Komplexität von deren Kampfsystem erreicht Elderborn zwar nicht. Dennoch erweist sich der First-Person-Nahkampf im Verlauf des Spiels gerade wegen seiner anfangs irritierenden Beschränkungen als ebenso herausfordernd wie komplex; gemein ist etwa, dass Block- und Angriffsanimationen nicht unterbrochen werden können.

Fans von Dark Souls und Bloodborne sollten sich nicht vom relativ hohen Trashfaktor des Trailers abschrecken lassen: Das von dem kleinen polnischen Entwicklerstudio Hyperstrange mit spürbar viel Liebe produzierte Elderborn ist ein lohnendes taktisches Nahkampfepos mit spannender Atmosphäre.

Erhältlich für Windows-PC; rund 12,50 Euro.

Stoneshard: Pixel-Rollenspiel für Hardcore-Nostalgiker

Vorweg: Das umwerfend hübsche Pixel-Rollenspiel Stoneshard von dem russischen Entwicklerteam Ink Stains Games befindet sich noch im sehr frühen Early Access. Trotzdem lässt das, was bisher da ist, schon Freude aufkommen.

Die Mischung aus traditionellem Rogue-like und Open-World-Sandbox beginnt mit einem starken Tutorial, das im Gegensatz zum Rest des Spiels schon fertig ist - und überdies als kostenloser Download gespielt werden kann. Die Flucht aus einem finsteren Vampirkeller samt Oberboss macht Lust auf das Spiel, das Stoneshard irgendwann einmal sein wird.

Momentan ist davon im noch unfertigen Rest des Spiels weniger zu sehen. In Stoneshard beschäftigt man sich eher mit dem sorgsamen Aufpäppeln seines (nicht selbst erstellbaren) Charakters, ärgert sich über das unkomfortable Speichersystem und muss bei Updates mit inkompatiblen Spielständen rechnen.

Trotzdem: Das Potenzial dieses Spiels ist riesengroß. Eine ausreichend hartgesottene kleine Zielgruppe wird sich schon jetzt großartig mit diesem düsteren Rohdiamanten unterhalten können.

Windows-PC; rund 15 Euro (Early Access). Prolog als kostenloser Download erhältlich.

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The Pedestrian und Lightmatter 
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