Indiegames-Rundschau: Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler

Von großen und kleinen Indies, Horror und Couchduellen: Golem.de präsentiert die spannendsten Indiegames der vergangenen Wochen.

Artikel von Rainer Sigl veröffentlicht am
In Nidhogg 2 spielt ein fies-flauschiger Wurm eine wichtige Rolle.
In Nidhogg 2 spielt ein fies-flauschiger Wurm eine wichtige Rolle. (Bild: Messhof)

Die Zeiten, in denen Indie gleichbedeutend mit Mickergrafik und Kleinststudios in den Schlafzimmern ihrer Entwickler war, sind vorbei. Zwar gibt immer noch unzählige solcher Titel und Entwickler. Doch zugleich hat sich auch ein Mittelbau entwickelt, der oftmals aus ehemaligen Entwicklern großer Studios besteht. Die Macher produzieren jetzt grafisch und spielerisch anspruchsvolle Titel, die früher selbstverständlich unter dem Dach eines Publishers entstanden wären.

Inhalt:
  1. Indiegames-Rundschau: Cyberpunk, Knetmännchen und Kampfsportkünstler
  2. Nidhogg 2 und Darkwood
  3. Absolver und Rock of Ages 2
  4. West of Loathing und weitere etwas kleinere Titel

Diese Entwickler sind der Definition gemäß Indies, also unabhängig vom Publisher, doch ihre Spiele machen immer öfter den Großen Konkurrenz - vielleicht sollte man eher von AAA-Indies sprechen. Jüngstes Beispiel: Hellblade Senua's Sacrifice vom ehemaligen Sony-Exklusivpartner Ninja Theory hat alle Produktionsmerkmale eines Hochglanzspiels, ist aber unabhängig entstanden.

Wegen seiner - eigentlich gar nicht so kurzen - Spiellänge von "nur" sechs Stunden gibt's das außergewöhnliche Programm übrigens auch zum Indie-kompatiblen halben Preis eines klassischen Vollpreistitels. Die Grenzen verschwimmen - und die Zahl der auffallend aufwendigen Indiegames nimmt zu.

Observer

Ins Kino kehrt der Blade Runner erst demnächst zurück, in Observer feiert man hingegen schon jetzt die Rückkehr eines seiner Schauspieler in den Cyberpunk. Rutger Hauer, als Androide Roy Batty aus dem 1982er Science-Fiction-Film bekannt, leiht der Hauptfigur dieses düsteren First-Person-Exploration-Spiels seine Stimme und sein Äußeres. Als "Neuraldetektiv" Dan Lazarski sind Spieler im dystopisch heruntergekommenen Krakau des Jahres 2084, vor allem aber in den Köpfen seiner - lebenden und toten Bewohner - unterwegs. Auf der Suche nach seinem verschollenen Sohn sieht sich Lazarski mit einer Reihe mysteriöser Morde konfrontiert.

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Observer stammt von den polnischen Entwicklern des Horrorspiels Layers of Fear, und wie dieses steht auch beim Cyberpunk-Horror-Thriller Observer die Atmosphäre eher im Vordergrund als herausfordernde Spielmechanik.

Wohl gilt es, die Tatorte abzusuchen, vereinzelt Dialoge zu führen, Puzzles zu lösen und gelegentlich monströsen Gegnern auszuweichen. Das Herzstück des Spiels sind aber die beeindruckend inszenierten Höllentrips durch die Gehirne der Verdächtigen, die wie surreale Albträume anmuten - ein streckenweise spektakuläres, höchst atmosphärisches Horrorspiel mit origineller Ästhetik.

Erhältlich für PS4, Xbox One, Windows; ab 28 Euro.

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Nidhogg 2 und Darkwood 
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