Indiegames-Rundschau: Abenteuer zwischen Horror und Humor

Außerdische reagieren im Strategiespiel Phoenix Point gezielt auf unsere Taktiken, GTFO lässt uns schleichen und das dezent an Portal erinnernde Superliminal schmunzeln: Golem.de stellt die besten aktuellen Indiegames vor.

Artikel von Rainer Sigl veröffentlicht am
Artwork von Phoenix Point
Artwork von Phoenix Point (Bild: Snapshot Games)

Was Blockbuster angeht, beginnt das Spielejahr mit der saisontypischen Flaute. Ganz anders ist das bei den Spielen von unabhängigen Entwicklerstudios. Diese gerade erst erschienenen Indiegames sind wesentlich mehr als nur Lückenfüller und bieten tolle Unterhaltung - jedenfalls für alle Spieler mit einem ausreichend starken Nervenkostüm.

Phoenix Point: Rundentaktik vom Genreerfinder

Inhalt:
  1. Indiegames-Rundschau: Abenteuer zwischen Horror und Humor
  2. Superliminal, Lost Ember und Wrath
  3. Arise, The Legend of Bum-Bo und Wattam

Julian Gollop hat Anfang der 90er-Jahre das Strategiespiel Xcom erfunden. Mit dem über Kickstarter finanzierten Phoenix Point kehrt der britische Gamedesigner zu seinen Wurzeln zurück.

Phoenix Point wird Fans der klassischen Rundenstrategie sofort vertraut vorkommen: Als Chef einer militärischen Organisation dirigieren wir kleine Trupps von Soldaten in Kampfeinsätzen gegen einen außerirdischen Feind.

Gleichzeitig geht es darum, auf der Weltkarte den Ausbau der eigenen Kräfte und den globalen Konflikt im Auge zu behalten.

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Die Innovationen liegen im Detail: Man kann sich mit drei sehr unterschiedlichen menschlichen Fraktionen verbünden oder verfeinden. Dazu kommt, dass die Aliens im Verlauf der Kampagne mit Mutationen auf die bevorzugten Taktiken reagieren. Und: das rundumerneuerte manuelle Zielsystem erlaubt neue Kampfmöglichkeiten.

Überhaupt geht Phoenix Point einen bedeutenden Schritt zurück aus der stromlinienförmigen Vereinfachung der jüngsten Xcom-Reihe von Firaxis. Mit der höheren Komplexität kommen zugegebenermaßen auch neue Probleme in Sachen Balancing. Und auch technisch besteht noch Patch-Bedarf. Wer Xcom verfallen ist, kann aber trotz dieser Schönheitsfehler schon jetzt viel Spaß mit Phoenix Point haben.

Erhältlich für Windows-PC; um 40 Euro

GTFO: Horror-Koop für Frühstarter

Das Jahr ist noch jung und hat schon sein erstes Multiplayer-Phänomen: GTFO befindet sich seit Anfang Dezember 2019 im Early Access auf Steam. Das Actionspiel mit dem merkwürdigen Kürzel - es steht für "Get the fuck out", also "nichts wie raus" - hat sich seitdem einen festen Platz in den Charts gesichert.

Die Begeisterung gilt einem Horror-Koop-Shooter, der durch seine besondere Härte ein Fest für gut eingespielte Viererteams ist. Als Gruppe schleicht und kämpft man sich mit magerer Bewaffnung durch ein unterirdisches futuristisches Horrorlabyrinth, in dem mutierte Albtraumgestalten lauern.

Was GTFO neben seinem Schwierigkeitsgrad und schicker SF-Horror-Optik besonders macht, ist die clevere Mischung aus Stealth- und Shooter-Elementen: Meist ist es wegen karger Munition und Gesundheit besser, sich an den Monstern vorbeizuschleichen.

An manchen Punkten in den bislang sechs Maps sind Feuergefechte allerdings unausweichlich, weil zum Beispiel der Alarm einer sich öffnenden Schleuse die Gegner anlockt.

Da GTFO bislang keinen Serverbrowser anbietet, ist es nötig, sich vor Beginn der Partie unter den eigenen Steam-Freunden oder im Discord-Chat des Spiels Mitspieler zu suchen; das ist zwar unbequem, steigert aber den Zusammenhalt und die Kooperation unter den so nicht ganz so rasch zusammengewürfelten Teammitgliedern. GTFO ist ein schon jetzt im Early Access erstaunlich bug-freier, spannender Horror-Shooter mit starkem Koop-Fokus.

Erhältlich für Windows-PC; rund 35 Euro

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Superliminal, Lost Ember und Wrath 
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