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Superliminal, Lost Ember und Wrath

Superliminal: Alles eine Frage der Perspektive

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Dass First-Person-Spiele mehr als nur Ballern bieten können, haben etwa Portal und The Stanley Parable bewiesen. Superliminal steigt selbstbewusst in deren große Fußstapfen: Als in seinem eigenen Traum gefangener Patient einer Therapieeinrichtung durchquert man eine zunehmend surreale Welt mit ganz eigenen Regeln.

"Perspektive ist alles", bekommt der Spieler schon zu Beginn gesagt. Das ist wörtlich zu nehmen: Gegenstände ändern je nach Entfernung ihre Größe, clevere optische Illusionen sorgen für Verwirrung und eine abwechslungsreiche Parade an immer neuen Herausforderungen garantiert langfristige Unterhaltung.

Superliminal verbindet seine originellen Physik- und Perspektivenpuzzles mit erfrischendem Humor und sorgt wieder und wieder für witzige Momente und spielerische Aha-Effekte.

Dass es letzten Endes nicht ganz die außergewöhnliche Qualität der obengenannten Kulttitel erreicht, mag man dem kurzen, aber extrem unterhaltsamen Spiel nicht wirklich vorwerfen. Nicht nur für Genrefreunde ist Superliminal ein empfehlenswerter surrealer Rätseltraum.

Erhältlich für Windows-PC; rund 16 Euro

Lost Ember: Magische Tierverwandlungen

Atemberaubende Naturlandschaften, eine mystisch-mysteriöse Story und eine riesige Welt zum Erforschen: Lost Ember fühlt sich an wie ein spannender Kurzurlaub. Als magisch begabte Wölfin durchquert man in Begleitung einer schwebenden verlorenen Seele diese von südamerikanischer Mythologie inspirierte Welt.

Zur Überwindung von Hindernisse darf man sich in weitere zwölf Tiere verwandeln. Ob als Wombat, Kolibri oder Elefant: das Indiegame des Hamburger Entwicklerstudios Mooneye ist eine entspannte Reise in ein magisches Naturparadies.

Die im Verlauf des Spiels in Flashbacks erzählte, emotional berührende Vorgeschichte motiviert dabei ebenso zum Weiterspielen wie immer neue Ausblicke auf eine wunderschöne Polygon-Wildnis.

Lost Ember ist letztlich linear, bietet durch eine Reihe von zum Teil gut versteckten Sammelgegenständen aber einen Grund zum genauen Erforschen der Spielwelt.

Erhältlich für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4; rund 30 Euro

Wrath - Aeon of Ruin: Retro-Ballern mit Stil

Nein, früher war nicht alles besser, doch die Ära der ersten polygonbasierten First-Person-Shooter im Gefolge von Quake und Unreal hat nicht nur für Nostalgiker auch heute noch etwas zu bieten.

Wrath - Aeon of Ruin erinnert eindrucksvoll daran, dass regenerierende Gesundheit, Rollenspiel-Schnickschnack, Minimaps sowie das Hocken in Deckung eher fragwürdige Innovationen sind, ohne die es auch geht. Die Handlung ist ebenso wie der maximal generische Name eine Horror-Fantasy-Belanglosigkeit.

In Sachen Gameplay reiht sich Wrath aber selbstbewusst neben Dusk und Amid Evil als gelungene Shooter-Zeitreise ein. Es gibt riesige Maps mit vielen Geheimnissen, knochenharte Gegner, interessante Waffen und hat vor allem einen umwerfenden Retrostil, wodurch Wrath schon im Early Access zum herrlich unkomplizierten Shooter-Spaß wird.

Der Trick guter Ästhetik ist ja bekanntlich, neue Spiele nicht so wie alte aussehen zu lassen, sondern so, wie wir sie in Erinnerung haben - hier glückt das überzeugend. Momentan bietet Wrath nur zwei (große) Levels. Wer jetzt noch nicht zugreifen will, sollte den Titel im Auge behalten.

Erhältlich für Windows-PC; rund 21 Euro

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Atreyu 22. Jan 2020

Naja, die Aussage ist nicht ganz verkehrt, aber manche Indie-Spiele haben mich sehr lange...

Aki-San 22. Jan 2020

Naja. Das Evolutionsprinzip ist ansich schon recht gut, wenn auch leicht auszunutzen...


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