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Indiegames: Mina the Hollower lässt Pixel-Games großartig aussehen

Es stammt vom Shovel-Knight-Team und erinnert an Zelda: Mina ist ein Meisterwerk geworden! Auch Replaced und andere Pixel-Art-Hits machen Spaß.
/ Rainer Sigl
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Artwork von Mina the Hollower (Bild: Yacht Club Games)
Artwork von Mina the Hollower Bild: Yacht Club Games
Inhalt
  1. Indiegames: Mina the Hollower lässt Pixel-Games großartig aussehen
  2. Huntdown, Vampire Crawlers und Space Haven

So ändern sich die Zeiten: Pixelgrafik ist längst kein Zeichen für fehlendes Grafik-Können oder mangelndes Budget mehr. Sondern Kunst! Oder zumindest: ein Stilmittel, das ein begeistertes Stammpublikum auch abseits der üblichen Retro-Kreise hat.

Das beweist unsere Auswahl aktueller Games-Veröffentlichungen im Pixel-Art-Style. Gute Grafik kann durchaus auch pixelig daherkommen, Spielspaß zählt keine Polygone.

Mina the Hollower: ein wunderbarer Instant-Klassiker

Wenn der Name Shovel Knight fällt, werden die Fans von modernen Retrogames hellhörig, die Serie hat seit ihrem ersten Beitrag im Jahr 2014 viele Millionen Fans gewonnen. Das Retro-Action-Adventure um den Schaufelritter sieht toll aus und spielt sich wie ein klassischer 8-Bit-Sidescroller.

Shovel Knight, so sagte dessen Schöpfer Sean Velasco einmal, sei das Super Mario seiner modernen Retro-Spiele gewesen – und das brandneue Mina the Hollower(öffnet im neuen Fenster) nun das dazu passende Zelda.

Schon die Ausgangslage ist herrlich schräg: In Mina the Hollower übernehmen wir die Rolle der tapferen Wühlmaus Mina, die auf einer verfluchten Insel gegen Monster, untote Kreaturen und allerlei düstere Gefahren kämpft. Das Abenteuer verbindet klassische Zelda- und Metroidvania-Ideen mit einer angenehm unheimlichen Gothic-Atmosphäre.

Statt eines klassischen 2D-Sidescrollers erwartet die Spieler diesmal ein Top-Down-Abenteuer im Stil alter Game-Boy-Color-Klassiker, allerdings mit modernen Ideen. Entwarnung für alle ohne Nostalgie-Brille: Auch unabhängig vom Retro-Look spielt sich Mina hervorragend.

Kein fades Zitieren, sondern kreative Neuerfindung

Mina the Hollower geht nicht in die typische Retro-Falle, alte Spielideen bloß als Zitat zu recyceln, sondern wirft trotz klassischer Aufmachung mit frischen Einfällen nur so um sich: Unsere Heldin kann sich auf Knopfdruck etwa kurze Distanzen unterirdisch bewegen, es gibt eine Auswahl sehr origineller Waffen und Upgrades und auch vom modernen Souls-like-Rezept hat man sich hier etwas abgeschaut.

Die liebevoll mit unzähligen optionalen Herausforderungen und Geheimnissen ausstaffierte Spielwelt ist über 1.200 Bildschirme groß und fordert mit nicht weniger als 17 sehr unterschiedlichen Biomen und 28 Bossen heraus. Bis zum Ende des Abenteuers sind 20 bis 30 Stunden zu investieren.

Besonders bemerkenswert ist die Ausgestaltung der Schwierigkeit: Während das Retro-Abenteuer im Standardmodus eine knackige Aufgabe ist, lässt sich im Optionsmenü an vielen Schrauben drehen, um das Erlebnis sowohl einfacher als auch noch knackiger zu gestalten – ein Feature, das allen willkommen sein wird, die von ultraharten Spielen wie Silksong traumatisiert sind.

Kein Wunder, dass das pixelige Abenteuer dafür von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert wird: Auf Metacritic setzt sich Mina the Hollower mit einem Metascore von 93 ganz an die Spitze der Neuheiten 2026. Nicht schlecht für ein Spiel, das auf den ersten Blick nach dem letzten Jahrtausend aussieht!

Erhältlich für Windows-PC, MacOS, Linux, Playstation 5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch und Switch 2; rund 20 Euro.

Replaced: Pixelkunst in neuem Licht

Dass klassische Pixelkunst auch von moderner Grafiktechnologie profitiert, beweist Replaced(öffnet im neuen Fenster). Der Cinematic Plattformer spielt in einer düsteren Cyberpunk-Dystopie, die durch moderne Beleuchtungs- und Animationseffekte atemberaubend hübsch geraten ist.

In einer alternativen Version der 1980er Jahre sind wir hier als Hybrid aus Mensch und AI in den nuklear verstrahlten Resten der USA unterwegs.

Meist geht es in wunderhübschen, atmosphärischen Umgebungen von links nach rechts. Wir durchqueren die Welt, lösen simple Physikrätsel und legen uns auch immer wieder im Nahkampf mit Soldaten und Rowdies an.

Im Unterschied zu den großen Genre-Vorbildern – von Another World bis hin zu Inside – gibt's aber auch eine Menge an Story, Texten und Missionen, die Replaced ein eigenes, eher gemächliches Tempo verleihen.

Erhältlich für Windows-PC und Xbox Series X/S; rund 25 Euro (auch Game Pass).


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