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Huntdown, Vampire Crawlers und Space Haven

Huntdown – Overtime: herrlicher B-Movie-Trash

Auch die schwedischen Entwickler der Huntdown(öffnet im neuen Fenster)-Spiele haben ein Faible für die 80er und für schicke Beleuchtungseffekte in Pixelwelten. Der 2021 erschienene erste Teil war ein klassisches Arcade-Run-and-Gun, in dem wir als Kopfgeldjäger eine dystopische Großstadt von überdrehten Kriminellen reinigen mussten.

Der soeben im Early Access veröffentlichte Nachfolger mit dem Untertitel Overtime macht aus dem linearen Sidescroller ein Rogue-like, in dem wir mit immer neuen Waffen und Upgrades in zufallsgenerierte Umgebungen auf Verbrecherjagd gehen. Ein bisschen à la: Dead Cells trifft Metal Slug.

Der Humor ist brachial, die One-Liner würden auch einem Duke Nukem gut stehen und das progressive Freischalten neuer Upgrades und Waffen macht aus den anfangs erbarmungslosen Runs überraschend taktische Herausforderungen.

Erhältlich für Windows-PC, MacOS und Linux; rund 17 Euro (Early Access).

Vampire Crawlers: Vampirjagd per Kartentaktik

Der Vorgänger, das Indie-Phänomen Vampire Survivors, hat ein eigenes Genre begründet. Vampire Crawlers(öffnet im neuen Fenster) übernimmt davon das Setting, die pixelige Ästhetik und das rasante Tempo – wechselt aber komplett das Genre.

Der Dungeon Crawler mit Deckbuilding-Kartenspielkampf spielt sich trotzdem ein bisschen wie der Bullet-Heaven-Vorgänger, nur dass wir hier in pixeliger Ich-Perspektive unterwegs sind und die tödlichen Feuerwerksattacken auf riesige Monsterscharen per taktischem Ausspielen unserer Kartenhand auslösen.

Eigentlich klingt dieses Mischmasch aus Spielideen sperrig, doch schon nach wenigen Versuchen kommt auch hier der altbekannte Sog auf. Synergieeffekte, Upgrades und das verführerische Dauerklingeln von Gold und Erfahrungspunkten machen auch Vampire Crawlers zum hypnotischen Zeitfresser. Achtung: Vor allem die späteren Level verlangen uns durchaus Köpfchen und Strategie ab.

Erhältlich für Windows-PC, MacOS, Playstation 5, Xbox Series X/S und Nintendo Switch; rund 10 Euro.

Space Haven: Weltraumodyssee in Pixeln

Man nehme ein bisschen Colony Sim wie in Rim World, dazu eine Prise Logistik-Aufbaustrategie wie in Factorio und ein wenig Rundentaktik wie in Xcom. Das alles versetze man an Bord eines bis in kleinste Elemente gestaltbaren Raumschiffs, das wie in FTL die unendlichen Weiten des Weltraums durchquert: Das ist Space Haven(öffnet im neuen Fenster).

Das bereits 2020 sehr erfolgreich in den Early Access gestartete Spiel hat sich eine ganz eigene originelle Nische geschaffen. Nun ist es final erschienen.

Space Haven mag seine einzelnen Vorbilder in einzelnen Bereichen nicht übertreffen, die Mischung macht es aber zu einem äußerst gelungenen Ganzen mit sympathisch pixeliger Ästhetik. Die Tutorials lassen die anfängliche Lernkurve gut verschmerzen, danach ergibt sich im Flow des ständigen Erweiterns, Reagierens und Verwaltens unseres Raumschiffs und seiner Crew ein angenehm entspanntes Spielgefühl.

Erschienen für Windows-PC, Mac und Linux; Preis: rund 25 Euro.


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